Für einen ausgewogenen Umgang mit den Vierbeinern in Schwerin: Priorität für gut ausgestattete Hundewiesen

Die ASK Schwerin setzt sich aktiv für die Belange unserer Stadt ein und möchte sich in die aktuelle Diskussion über den vorgeschlagenen generellen Leinenzwang einschalten. Die Zustimmung zu dieser Regelung könnte sinnvoll sein, jedoch nur unter der Bedingung, dass gleichzeitig der Tierschutz sowie die Bedürfnisse der Hundebesitzer/innen angemessen berücksichtigt werden.

Der Tierschutz ist uns ebenso wichtig wie vielen anderen in unserer Gemeinschaft. Ein Leinenzwang kann helfen, Konflikte zwischen Tieren und Menschen zu minimieren und die Sicherheit im öffentlichen Raum zu erhöhen. Doch dürfen wir nicht übersehen, dass unsere Hunde genügend Raum zur Bewegung benötigen. Hier kommen die bestehenden sechs Hundewiesen in Schwerin ins Spiel, die leider sowohl in ihrer Anzahl als auch in ihrer Ausstattung unzureichend sind. Dies muss sich ändern.

Die Hundebesitzer/innen unserer Stadt tragen bereits eine hohe finanzielle Belastung durch die Hundesteuer, die zu den höchsten in der Region gehört. Diese finanziellen Mittel sollten in die Verbesserung der Lebensqualität unserer Tiere investiert werden. Es liegt im Interesse von uns allen, dass unsere Hunde nicht nur sicher, sondern auch artgerecht leben können.

In diesem Kontext schlägt die ASK Schwerin vor, dem Leinenzwang zuzustimmen, vorausgesetzt, dass die Stadt Schwerin aktiv daran arbeitet, die Hundewiesen angemessen auszustatten. Dies beinhaltet die Errichtung von Zäunen, um die Sicherheit der Tiere zu gewährleisten, sowie die Schaffung von Spielgeräten und ausreichend Fläche, damit unsere Hunde sich frei bewegen und ihrem natürlichen Spieltrieb nachkommen können.

Der Antrag des Behindertenbeirats sieht vor, dass der Leinenzwang auf das auf alle Stadtteile ausgedehnt wird. Die ASK Schwerin hingegen schlägt vor, den Fokus auf alle Wohngebiete zu legen. Auch könnte eine zeitliche Regelung von beispielsweise 6 bis 22 Uhr in Wohngebieten am Waldrand, Stadtrand sinnvoll sein. Dies ermöglicht eine ausgewogene Regelung, die sowohl die Sicherheit der Tiere als auch die Bedürfnisse der Hundebesitzer/innen, sowie der ängstlicheren Menschen berücksichtigt.

Wir als ASK sind überzeugt:

Gemeinsam können wir eine ausgewogene Lösung finden, die sowohl dem Schutz unserer Tiere als auch den Bedürfnissen der Hundebesitzerinnen, und der ängstlichen Bürgern/innen gerecht wird.

Investitionen in hochwertige Hundewiesen sind nicht nur eine Bereicherung für das Wohlbefinden unserer treuen Begleiter, sondern tragen auch zu einem harmonischen Zusammenleben in unserer Stadt bei. Ein einfacher Leinenzwang wäre für die Tiere nicht hinnehmbar, zumal sie ihren natürlichen Spieltrieb ausleben müssen. Auch zur Erziehung der Hunde sind Freiflächen unabdingbar.

Durch einen ausgedehnten Leinenzwang werden die bestehenden Hundewiesen erwartungsgemäß wesentlich stärker frequentiert. Diese legalen Auslaufflächen benötigen dann dringen Ausstattung und Umzäunung in angemessener Qualität. Nur ein Freilaufverbot auszusprechen ohne einen tierschutzgerechten Ersatz, wäre für die Tiere eine Qual. Die bestehenden Hundewiesen, in der jetzigen Form reichen weder von Kapazität, noch Qualität aus.

Wir werden uns ebenfalls mit dem Beirat für Menschen mit Behinderung zu der Angelegenheit austauschen und hoffen, dass der Beirat unserem Ansatz folgen und zustimmen kann. Sodass eine Lösung im Interesse aller der Stadtvertretung zur Entscheidung vorgelegt werden kann.

Hier der Antrag des Beirates für Menschen mit Behinderungen, der so bitte nicht zur Umsetzung kommt:


Die ASK Schwerin hat in den vergangenen Jahren oft die Interessen der Hundehalter im Blick gehabt. Hier für Interessierte ein paar ältere Aktionen und Beiträge zu dem Thema:

Zitat des Tages

Die Demokratie, wie ich sie verstehe, muss den Schwächsten die gleichen Chancen zusichern wie dem Stärksten.“

Ghandi