Nicht die Sprache ist das Problem, sondern Rassismus. Zum rassistischen Vorfall in der Schwimmhalle Schwerin.

(stm) Vergangenen Montag hatte es einen offensichtlich rassistisch motivierten Vorfall in der Schwimmhalle gegeben. Unser Stadtvertreter Stephan Martini hatte umgehend nachdem er davon erfahren hatte, eine Anfrage an den Oberbürgermeister versandt:

https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=5058071740918674&id=100001476959125

Für die ASK gelten als oberstes Gebot die UN Menschenrechte.

Die Anfrage, was die Stadtverwaltung und der Oberbürgermeister als Dienstherr, als Konsequenz daraus ziehen, ist bis zum heutigen Freitag nicht beantwortet. Stattdessen hat die Stadt sich mit einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit gewandt.

Die Pressemitteilung der Stadt (siehe unten) ist nicht geeignet den rassistischen Vorfall aufzuklären, sondern verstärkt und unterstützt sogar noch die Verhaltensweisen der Mitarbeiterin.

Der Leiter der Einrichtung Stefan Kuß deckt hier die Mitarbeiterin und stellt sich schützend vor ihr Verhalten. Mag lobenswert sein im Allgemeinen, aber bei offensichtlichen Rassismus, der noch dazu durch den letzten Satz als gerechtfertigt hingestellt wird, geht das absolut nicht klar.

Der Oberbürgermeister ist hier gefragt, den Vorfall klar zu bennen und Position zu beziehen. Die Leitung scheint einen rassistischen Vorfall herunterspielen zu wollen.

Nicht die Sprache ist das Problem, sondern Rassismus.

Schwerin bekennt sich in mehreren Bündnissen zur Vielfalt und Toleranz. Jemanden wegen seiner Herkunft und Sprache auszugrenzen ist Diskriminierung und Rassismus.

Als Stadtvertreter fordere ich hier ein deutliches Statement des Oberbürgermeisters als oberster Dienstherr. Sowohl der Leitung der Schwimmhalle, als auch der Mitarbeiterin gegenüber.

Stephan Martini dazu:

„Das was die Stadt in ihrer Pressemitteilung schreibt würde ja zudem bedeuten, dass jeder Gast mit Sprache, die die Mitarbeiter nicht kennen (Chinesisch, mexikanisch , bayrisch, kroatisch… ) als Rechtfertigung gilt Gäste abzuweisen. Das ist nicht hinnehmbar und taugt nicht als Begründung in einer Stadt, die in Zukunft Millionen Touristen als Weltkulturerbe Stadt empfangen möchte.

Ich mein wozu geht ein Gast in die Schwimmhalle? Bestimmt nicht zum Fussball spielen. Diskriminierung gehört anscheinend doch zur grundsätzlichen Arbeitsweise.“

Quelle zum SVZ Bericht zu dem rassistischen Vorfall:

https://www.svz.de/lokales/schwerin/artikel/schwimmhalle-schwerin-verweigert-einem-tuerken-den-zutritt-23545695

Quelle zur Pressemitteilung der Stadt:

https://www.schwerin.de/news/alle-badegaeste-willkommen/

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