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Corona hat Schwerin verändert. Zum Guten? Nein – im Gegenteil. Ein Kommentar.

(Kommentar von Stephan Matini)

Um der These dass Schwerin sich durch Corona zum negativen entwickelt hat, muss zuerst geschaut werden, wo Schwerin als Stadt am Anfang des Jahres 2020 stand.

 

vor CORONA:

 

Deswegen vorab eine dogmatische – ehrliche Bestandsaufnahme.

In den letzten fast 30 Jahren verdrängte die Vorherrschaft des Wirtschaftlichen immer
mehr die sozialen, ökologischen und kulturellen Bereiche, die für das gedeihliche
Zusammenleben der Menschen in Schwerin unabdingbar sind. Privatisierungen
städtischen Eigentums, Verkauf öffentlichen Grund und Bodens, Abbau von Kultur und sozialen Sicherheiten, prekäre Beschäftigungen, Arbeitslosigkeit und eine strukturelle Verschuldung Schwerins sind die spürbaren Folgen dieser Politik.

Es zählte eben nur was sich zu Geld machen ließ, um der „schwarzen Null“ nahe zu kommen. Jedes Mittel war recht – schließlich waren

Das führte bisher unweigerlich zum weiteren kulturellen Abbau in unserer Stadt und zu sozialen Verwerfungen immer größeren Ausmaßes. Mehr und mehr Menschen werden von der gesellschaftlichen Teilhabe ausgeschlossen. Ihnen werden die sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Menschenrechte in zunehmendem Maße vorenthalten.

 

Schwerin war nicht in der Lage ein Museum für die eigene Stadtgeschichte zu betreiben, Schwerin war nicht in der Lage die stadteigene Klinik zu erhalten, Schwerin war nicht in der Lage seine älteste Sportanlage Paulshöhe zu erhalten.

 

Im Gegenzug wurden Megakonzerne wie Nestle, FlamErotec, Helios  und CallCenter nach Schwerin geholt – Arbeitgeber, die die Ansiedlung weiterer größeren Firmen garantieren sollten.

Bemerkenswert dabei – die Arbeitslosenqoute stagniertes. (Bereinigte Quote).

Trotz „Ausverkauf“ gab  Steuererhöhungen, Ansiedlung, gezwungen Traditionsstadien zu veräußern, Fahrpreise beim NVS zu erhöhen, Mieten aufgrund des Mietspiegel flächenddeckend zu erhöhen, das THEATER zu verkaufen, städtischen Wohnraum abzureißen – zu verkaufen u.v.m!

Gebracht hat es „SPÜRBAR“ für die einzelnen Schweriner*innen NICHTS! Stattdessen wurde der „Konsolidierungsvertrag“ der ein weiteres Steuer erhöhen – Verkauf von Grundstücken, Einsparungen an jeder Ecke – fordernde Vertrag zwischen SCHWERIN und dem Land Mecklenburg Vorpommern zum Jahreswechsel 2019/2020 mit einer einzigen Gegenstimme (ASK) verlängert….

Schuldenfreiheit um heden Preis. SCHWERIN war also auf dem Weg des „WEITER SO“.

Das hatte Schwerin zu der deutschlandweit am stärksten segregierten Stadt gemacht. Das ist nichts gutes. Was das ist könnt ihr hier erfahren:

Ergebnis der Stadtpolitik von 1990 bis 2018:

(nett, schöngeredet formuliert:)

 

 

Ergebnis der Stadtpolitik von 1990 bis 2018:

(ehrlich, im ASK Style formuliert)

 

 

Nach CORONA

 

WIRD AB JULI 2020 FORTGESETZT!

 

Soviel vorweg. Weder Helios, Nestle, Intown oder anderen, denen städtisches Eigentum verscherbelt wurde,  geht es schlecht…

Dafür den Leistungsträgern der Stadt. Wer das ist – ähm war… ab Juli 2020.

 

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