Grundlage für einen „Verzicht“ auf die Paulshöhe stellt derzeit das Sportentwicklungskonzept da.

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Die Verwaltung schreibt in ihrer Stellungnahme zum AfD Paulshöhe Antrag Ö44 (Live verfolgen am Montag den 9.9.2019 ab 17 Uhr auf http://www.schwerin.de/stream):

„Seit der Beschlussfassung zur Sportentwicklungsplanung im Dezember 2017 haben sich keine wesentlichen Faktoren verändert […]“

Diese Aussage ist offensichtlich – falsch.

Die aktuellen neuen Zahlen des Landes zur Einwohnerentwicklung der Landeshauptstadt Schwerin widersprechen den Daten, die für die Entwicklung des Sportentwicklungskonzeptes herangezogen wurden, deutlich. Die neuen Zahlen erfordern eine Anpassung der Sportentwicklungsplanung in Schwerin.

In der Sportentwicklungsplanung der Landeshauptstadt Schwerin wurde von sinkenden Einwohnerzahlen ausgegangen. Bis 2030 und darüber hinaus sollte laut den demografischen Betrachtungen die Bevölkerung der Stadt um 6 % sinken. (Siehe Seite 11 und ff. https://brs-schwerin.de/fortschreibung-der-integrierten-sportentwicklungsplanung-der-landeshauptstadt-schwerin-6118p/integrierte-sportentwicklungsplanung-landeshauptstadt-schwerin-stand-vom-20092017-139000)

Doch seit einigen Tagen gibt es nun die aktualisierten Prognosen für die Bevölkerungsentwicklung der Stadt Schwerin.

So teilte die Stadtverwaltung über eine eigene Pressemitteilung am 22.08.2019 mit:

„Laut Prognose der Landesregierung wird die Zahl der Einwohner in Schwerin von 95.797 im Jahr 2017 auf 98.880 im Jahr 2040 steigen, also um 3,2 Prozent.“

 

Die Differenz beider Datenerhebungen liegt bei 9 % bis 10 % bis zum Jahr 2040. Diese deutliche Differenz stellt aus Sicht der Antragstellerin (Jana Wolff, Aktionsgruppe) einen wesentlichen Faktor da.

Die Stadtverwaltung teilte ebenfalls in der Pressemitteilung vom 22. August mit:

„Die Kita-Bedarfsplanung, die Schulentwicklungsplanung und die Pflegesozialplanung…“ sollen an den neuen Prognosen angepasst werden.

Es ist also nur folgerichtig auch die Sportentwicklungsplanung zu überarbeiten. Schließlich muss ein ausreichender Bedarf an Sport und Trainingsplätzen gesichert werden. Bei 9 % bis 10 % Unterschied zwischen alter und neuer Prognose zur Bevölkerungszahl in Schwerin bis 2040, kann nicht einfach an den alten Planungen festgehalten werden.

Bei 10 % sprechen wir von deutlich über 9000 Menschen, die entgegen der ursprünglichen Planungen – mehr – in Schwerin leben werden, als es in dem alten Sportentwicklungskonzept eingeschätzt wurde. Dieser deutlichen Differenz muss nun durch ein neues Sportentwicklungskonzept begegnet werden.

Es wird nicht mehr gefordert, als es die Stadt bei der Kita-Bedarfsplanung, die Schulentwicklungsplanung und die Pflegesozialplanung bereits tut.

Quellennachweis:

Aus der 5. Bevölkerungsprognose, auf die sich die Stadtverwaltung in ihrer Pressemitteilung bezieht, geht hervor, dass es sowohl bei den Ü65 also auch den U18 bis zum Jahr 2040 ein Wachstum in der Landeshauptstadt Schwerin geben wird. Dies erlaubt den Schluß, dass ein Wachtum der Bevölkerung sich durch alle Altersklassen, also auch den „Sport-Aktiven“ zieht. Für Schwerin wird für die Altersklasse U18 ein Wachstum von 2,3 % prognostiziert, für die Ü65 ein Wachstum von 3,4 %. Insgesamt wird für Schwerin mit einem Wachstum um 3,2 % gerechnet.

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