Seit vergangenen Sonntag ist es eröffnet, das Schweriner Sommermuseum in dem Säulengebäude am Markt. Angeschaut haben wir es uns noch nicht. Viele ASK Mitglieder boykottieren derzeit diese gewiss hervorragende Ausstellung, die Dank vieler freiwilliger und ehrenamtlicher Hilfe eröffnen konnte.

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Bleiben aus Solidarität draußen – Mitglieder und Unterstützerinnen der ASK Schwerin.

„Seit 2014 kämpfen wir für ein Stadtgeschichtsmuseum“ sagt Stephan Martini, dessen inzwischen verstorbener Vater mehrfach Anträge zu dem Thema in die Stadtvertretung eingebracht hatte. „Ich möchte es mir ansehen, doch das kann ich derzeit nicht – aus Solidarität.“

Sven Adlung war Kandidat zur Kommunalwahl im vergangenen Mai – auch er kann sich die Ausstellung nicht ansehen, wie auch Dutzende weitere Menschen nicht. Doch aus einem anderen Grund: „Da ich auf einen Rollstuhl angewiesen bin, kann ich das Museum nicht besuchen. Es gibt einfach keinen Zugang. Es wird mir unmöglich gemacht, das Museum zu besuchen.“

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Touristengruppe mit Rollstühlen vor dem Sommermuseum.

Der Lift in dem Gebäude, das der Stadt Schwerin gehört, ist defekt. Aus Unterstützerkreisen des Sommermuseums war zu hören, dass sich eine Reparatur für die kurze Zeit (6 Wochen soll die Ausstellung gehen) nicht lohne.

„Ich komme mir vor wie ein Bürger zweiter Klasse. Es kann doch nicht sein, dass hier billigend in Kauf genommen wird, das Menschen aus unserer Stadt bewusst ausgeschlossen bleiben. Seit Jahren sammele ich Bücher über Schwerin, Stadtgeschichte ist eines meiner größten Hobbys – und nur weil die Stadt den Lift nicht repariert, bleibe ich ausgeschlossen.“

Als ASK fordern wir deswegen die Landeshauptstadt Schwerin auf, den Lift umgehend zu reparieren. Diese Diskriminierung darf nicht fortgeführt werden.

UPDATE:

Im Internet gab es bereits eine Reaktion von Seiten der Stadt:

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