Im April auch Schwerin? Los Angeles, Manchester, Sydney und Mainz haben sich bereits dem ICAN-Städteappell angeschlossen. ASK stellt im April Antrag an die Stadt.

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ICAN Deutschland e.V. ist der deutsche Zweig der International Campaign to Abolish Nuclear weapons (ICAN) und damit Mitglied eines globalen Bündnisses von über 450 Organisationen in 100 Ländern. Dieses internationale Bündnis wurde 2017 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Die deutsche Sektion ist seit 2014 ein eingetragener, gemeinnütziger Verein und laut Satzung der Völkerverständigung und dem Einsatz für die Ächtung von Atomwaffen, für Abrüstung und Frieden verpflichtet. Bis zum Juli 2017 hat ICAN Deutschland e.V. den Prozess zum UN-Vertrag für ein Atomwaffenverbot begleitet. Nun mobilisiert ICAN weiterhin für die Unterzeichnung, Ratifikation und Anerkennung dieses Vertrages als Instrument zur Ächtung und Abschaffung von Atomwaffen. Darüber hinaus kämpfen ICAN für den Abzug der in Deutschland stationierten US-Atombomben.

 

Ein Schweriner Bürger hat sich an die Fraktionen der Stadt gewandt und dazu aufgefordert den Städteappell von ICON zu unterstützen. Diesem Anliegen werden wir von der Aktionsgruppe Stadt und Kulturschutz nachkommen und einen Beitritt der Landeshauptstadt Schwerin zu dem Städteappell auf der April Sitzung der Stadtvertretung beantragen. Die Fraktion der Partei die Linke hat auf Anfrage bereits einer gemeinsamen Antragsstellung zugestimmt.

 

Atombombentest weltweit:

 

Hier das Schreiben des Schweriner Bürgers an die Fraktionen der landeshauptstadt Schwerin

grayscale photo of explosion on the beach
Photo by Pixabay on Pexels.com

:

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Juli 2017 haben 122 der 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen einen umfassenden Vertrag zum Verbot von Atomwaffen beschlossen. Deutschland hat auf Anraten der USA an den Verhandlungen nicht teilgenommen und den Vertrag bisher nicht unterzeichnet. 71 bis 93 Prozent der Bundesbürger sind jedoch dafür, dass Deutschland diesem UN-Vertrag beitritt. Nur 6 bis 13 Prozent sind dagegen (1),(2).

Die ICAN (Internationale Kampagne zur Abschaffung von Nuklearwaffen) hat 2017 für ihr Engagement den Friedensnobelpreis bekommen. Ich bin Mitglied der Partnerorganisation IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges – Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.) und unterstütze als Bürger der Landeshauptstadt Schwerin den ICAN-Städteappell mit dem Ziel, die Bundesregierung zur Unterzeichnung des Vertrages zu bewegen.

ICAN ruft international Städte dazu auf, den Vertrag zum Verbot von Atomwaffen zu unterstützen (3). Große Städte in Nordamerika, Europa und Australien haben den Appell schon unterzeichnet, der wie folgt lautet:

„Unsere Stadt/unsere Gemeinde ist zutiefst besorgt über die immense Bedrohung, die Atomwaffen für Städte und Gemeinden auf der ganzen Welt darstellt. Wir sind fest überzeugt, dass unsere Einwohner und Einwohnerinnen das Recht auf ein Leben frei von dieser Bedrohung haben. Jeder Einsatz von Atomwaffen, ob vorsätzlich oder versehentlich, würde katastrophale, weitreichende und lang anhaltende Folgen für Mensch und Umwelt nach sich ziehen. Daher begrüßen wir den von den Vereinten Nationen verabschiedeten Vertrag zum Verbot von Atomwaffen 2017 und fordern die Bundesregierung zu deren Beitritt auf.“

In Zeiten der Kündigungen des INF-Vertrages und des Atomvertrages mit dem Iran sowie der daraus resultierenden nuklearen Aufrüstungsspirale und steigenden Kriegsgefahr bleiben uns nicht viele Möglichkeiten, ein Zeichen für eine Deeskalation, für vertrauensbildende Maßnahmen und für Gesprächsbereitschaft zu setzen.

Am 2. Februar 2019 hat Mainz als erste deutsche Stadt den Appell unterzeichnet. Seitdem sind Wiesbaden, Marburg, Köln und am 6. März Potsdam dazugekommen. Ich fordere die Stadtvertretung unserer Landeshauptstadt Schwerin auf, dem Willen der Bürgermehrheit durch eine Unterzeichnung des ICAN-Städteappells Ausdruck zu verleihen. Bitte setzen Sie sich als Stadtvertreter dafür ein! 

Für Rückfragen und weitere Informationen stehe ich gern zur Verfügung. Ich freue mich auf Ihre Antwort.

Dr. med. Helge Wolff

Schwerin, 09.03.2019


 

 

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