Erneut illegale Aufzeichnung der Stadtvertretung im Netz – Zeit für Legalisierung!

Es ist nun das zweite mal passiert. Ein youtube Nutzer namens: „Harry Müller“ hat einen nahezu vollständigen Mitschnitt der Stadtvertretersitzung der Landeshauptstadt Schwerin  online gestellt.

Das Problem, die Geschäftsordnung der Stadtvertretung sieht eine „Aufzeichnung“ der Sitzungen nicht vor. Die Sitzungen werden zwar in Echtzeit ins netz, auf der Internetseite der Stadt übertragen, werden aber nirgendwo zur späteren Betrachtung zur Verfügung gestellt.

Dies muss nicht so bleiben. Beispielsweise der Landtag im Schweriner Schloss bietet den Nutz-Usern dies an. Warum sollte dies in dem Stadtparlament nicht auch möglich sein? Die Aktion Stadt und Kulturschutz wird in der Mai Sitzung eine Prüfung auf Ermöglichung einer Speicherung der Sitzungen anregen und beantragen.

Hinweis: Die Aktion Stadt und Kulturschutz hat mit der Speicherung der Videos nichts zu tun. Verurteilt diese aberausdrücklich auch nicht, sondern regt eine Debatte zur Speicherung und Veröffentlichung der Sitzungen an. Der multimediale Zeitgeist verlangt danach. Geben wir diesem Verlangen nach. Schaffen wir die Grundlage für ein politisch partizipatives Schwerin.

Wir laden die Fraktionen der SPD, CDU, Linke, Grüne, Unabhängige Bürger, selbst die AfD dazu ein, sich für die Aufzeichunung der Sitzungen starkt zu machen. Dies zeigt Transparenz und „Bürgernähe“ auf einem Level, das für Schwerin eine echte Erneuerung darstellen wird. 

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Faktencheck zum TV (Schwerin) Interview

Natürlich wurden nicht in Nestle alleine , sondern in das Industriegebiet 50 Millionen investiert.

 

Ansonsten hier das Interview:

 

 

Paulshöhe kommt in Pufferzone des Welterbe-Areals! Was bedeutet das?

Die Stadtvertretung hatte in ihrer Sitzung am 21.11.2016 folgendes beschlossen:
Die Stadtvertretung erteilte der Stadtverwaltung den Auftrag zu prüfen, ob und inwiefern ein Abriss der Sportstätte Paulshöhe, die im Denkmalschutzbereich „Ostorfer Hals“ liegt  Auswirkungen auf die Bewerbung haben kann. Der Stadtvertretung wird nach Fertigstellung der Einschätzung der Prüfbericht vorgelegt.

Das Prüfergebnis:

Die Fragestellungen des Prüfantrages wurden in der Welterbemanagement-AG-Sitzung bei der Stadt am 19.12.2016 und in der Welterbe-AG-Sitzung beim Kultusministerium am 07.02.2017 vorgestellt. Im Ergebnis der beiden AG-Sitzungen wurde festgestellt, dass eine grundlegende Gefährdung des Welterbeantrages durch die städtebauliche Weiterentwicklung des in der künftigen Pfufferzone liegenden „Sportplatz Paulshöhe“ nicht zu erwarten ist.

 

Das bedeutet: Eine Bebauung auf dem Sportplatz Paulshöhe würde das Welterbebestreben nicht direkt gefährden.

 

Das „Outstanding Universal Value“ (OUV) des Welterbeantrages beschreibt den Bewerbungsgegenstand. Es bezieht sich auf das „Residenzensemble Schwerin – Kulturlandschaft des romantischen Historismus“, welches in die deutsche Liste des Weltkulturerbes (Tentativliste) eingetragen worden ist. Es umfasst eine klar umschriebene Kernzone, die auch bei der weiteren Bearbeitung des Welterbeantrages beibehalten wird. Zur Schleifmühle ist zu bemerken, dass dieser Gebäudekomplex in der Kernzone liegt, da diese Funktionsbauten im unmittelbaren inhaltlichen Zusammenhang mit dem Ausbau der großherzoglichen Residenz im 19. Jahrhundert stehen.

 

Das bedeutet: Paulshöhe liegt, obwohl es im gleichem Denkmalschutzbereich wie die Schleifmühle liegt, nicht mit in der Kernzone die das Welterbe darstellen wird.

 

Der Sportplatz Paulshöhe liegt nicht in der definierten Kernzone und bei Betrachtung der weiteren inhaltlichen Beschreibung des Antrages wird der Sportplatz auch künftig nicht Bestandteil der Kernzone werden.

 

Das bedeutet: Der fast 100 jährige Sportplatz wird nicht bestandteil des Welterbe Antrages werden. Seine konzeptionelle und bauliche Anlage ist in das frühe 20. Jahrhundert einzuordnen und gehört damit nicht zum Antragsgegenstand.

 

Der wichtigste Satz, der einem Abriss deutlich erschweren wird!

Er lautet:

Der Denkmalbereich „Ostorfer Hals“, als vorstädtische Wohngebietserweiterung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, wird in die erforderlichen Pufferzonen für die WKE-Kernzone einfliessen.

Das bedeutet: Die Sportanlage Paulshöhe wird in der Pufferzone des zukünftigen Welterbe liegen. Die Pufferzone stellt zwar nicht direkt das Welterbe dar, ist aber bei Bebauung und Veränderung einem besonderen Status unterstellt. Alle Pläne die diese Pufferzone zu stark verändern bedürfen einer besonderen Überprüfung. 

Beispielsweise beim Welterbe in Postdamm sind Bebauungen bestimmter Art untersagt und bedürfen einer umfassenden Beratung.

 

Was noch viel wichtiger ist!

 

Im vergangenem Jahr wurde es klar, Paulshöhe steht als Bestandtteil des denkmalschutzgebietes „Ostorfer Hals“ unter Denkmalschutz – doch die Stadtverwaltung unter dem Baudezernenten Nottebaum, sagte deutloich, dass es „ein leichtes“ sei den Denkmalschutz dort so anzupassen, dass der Abriss stattfinden könne.

Da die Paulshöhe nun aber in der Pufferzone liegt, erhält die Angelegenheit einen weiteren wichtigen Mitspieler. Die UNESCO und die Welterbevereine werden dann ein Wort mitzureden haben. Ein „herauslösen“ der Paulshöhe aus der Pufferzone und dem Denkmalschutzbereich dürfte somit deutlich erschwert worden sein.

 

Aktion Stadt und Kulturschutz bereitet Anfragen vor

 

Derzeit bereitet die ASK Anfragen an alle zuständigen Akteure zum Thema Welterbe vor, die vorsorglich eine Stellungnahme und Einschätzung erbitten. Die Anfragen haben zum Ziel, ob und wie weit die Verantwortlichen einen Eingriff der Größenordnung in die Pufferzone einschätzen.

 

Schwerin-Ausstellung in „Schweriner Höfen“ wird unbefristet fortgesetzt.

Der Oberbürgermeister wurde durch einen Aktion Stadt und Kulturschutz Antrag des Stadtvertreters Ralph Martini  aufgefordert zu prüfen, ob und wenn ja zu wann welche Immobilien genutzt werden könnten, um die bisher in den „Schweriner Höfe“ gezeigte Ausstellung über die bauhistorische Entwicklung der Landeshauptstadt „Schwerin -Wie es wurde was es ist“ weiter auszustellen.
ausstellung
Die Prüfung hatte allumfassend zu erfolgen, also insbesondere unter fachlichen, finanziellen,kulturellen,historischen, stadtentwicklungspolitischen und synergetischen Aspekten.

Kein neuer Standort – Ausstellung wird fortgesetzt!

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Die Prüfung hatte ergeben, dass freie und ohne großen finanziellen Aufwand herzustellende städtische Liegenschaften in der erforderlichen Lage nicht vorhanden sind.

Da der bisherige Erfolg der Ausstellung für den jetzigen Standort spricht und mit der Weiternutzung der jetzigen Fläche der Aufwand und das Risiko eines Umzuges für die Kulturgüter entfällt, hat die Prüfung ergeben, die Ausstellung „Schwerin –Wie es wurde,was es ist“ auch zukünftig in den Schweriner Höfen zu zeigen und die Nutzung zu verlängern.
Es wurde vereinbart, dass das Nutzungsverhältnis vom Vermieter wie vom Nutzer mit der
Frist von 8 Wochen gekündigt werden kann.

Ausstellung kein Ersatz für ein Museum

 

Stadtvertreter Ralph Martini freut sich sehr darüber, dass die Ausstellung fortgesetzt wird. „Wir bedanken uns im namen aller Geschichtsinteressierter bei den Schweriner Höfen und dem Historischen Verein Schwerin e.V. ohne deesen Einsatz dies alles nicht möglich wäre.“ Er macht sich allerding dafür stark, dass es nicht bei einer Ausstellung bleiben darf. „Das Konzept für ein Stadtgeschichtsmuseum ist fertig. Die Verwaltung sagt, dass frühstens in 10 Jahren an eine Umsetzung zu denken ist. Das ist eindeutig zu lange hin.“ Die Aktion Stadt und Kulturschutz hatte ebenfalls die Entwicklung des Konzeptes in Auftrag gegeben.

 

Ausstellung bei kostenfreiem Eintritt

Die Ausstellung ist dementsprechend auch zukünftig Montag bis Samstag von 10.00 Uhr bis19.00 Uhr für die Besucherinnen und Besucher bei freiem Eintritt geöffnet.

ASK stellte Antrag | Konzept für das neue Stadtgeschichtsmuseum ist endlich fertig!

Vor etwas mehr als einem Jahr stellte die Aktion Stadt und Kulturschutz den Antrag, der Schwerin endlich wieder ein Stadtgeschichtsmuseum näher bringen sollte. Es war für uns ein Armutszeugnis, dass die Landeshauptstadt von Mecklenburg Vorpommern seit über einem Jahrzehnt kein Museum zur Vermittung der eigenen Geschichte hat. Selbst kleinste Dörfer widmen sich in Ausstellungen ihrer Geschichte.

Ein Museum für Stadtgeschichte ist wichtig. Konzept erster wichtiger Schritt!

Hier eine Diskussionsrunde bei TV Schwerin wo der Geschäftsführer der Aktion Stadt und Kulturschutz neben anderen Gästen begründet, weswegen ein Stadtmuseum so imens wichtig für die Idendität einer Stadt ist.

 

Auch wenn oftmal behauptet wird, die Anträge der Aktion Stadt und Kulturschutz blieben „wirkungslos“ ist der Antrag, dass endlich ein tragfähiges Konzept erstellt werden soll, ein gelungener Gegenbeweis. An dieser Stelle einen Dank an unseren Stadtvertreter Ralph Martini, der sich sehr engagiert für das Thema Schwerin und Geschichte eingesetzt hat. Einen Dank ebenfalls an das gesammte ASK Kernteam, das seinerzeit unermüdlich für die Erstellung eines Konzeptes gekämpft hat. Ebenfalls einen Dank an die Vereine und Aktiven der Museumsvereine der Stadt, ohne dessen Fürsprache der Beschluss, ein Konzept anzugehen, nicht denkbar geweasen wäre.

 

Das Konzept ist fertig.

Norbert Crede wurde von der Stadt Schwerin aufgrund des Antrages der Aktion Stadt und Kulturschutz mit der Erstellung des Konzeptes beauftragt. Die Ergebnisse seiner Monatelangen Arbeit liegen nun vor.

Hier die PDF Dateien und Konzepte zum download:

  1. konzept-fertig Das Konzept
  2. ausstellungen Hier die Ausstellungen
  3. prasentation-stadtgeschichtsmuseum
  4. anlage_3_beispiele_aus_der_stadtgeschichtlichen_sammlung

 

Was nun passieren muß!

Das Konzept muss nun in den kommenden Wochen und Monaten ausführlich und mit der Beteiligung aller interessierten Schwerinerinnen und Schweriner bewertet und gegebenenfalls weiter entwicklet werden. Sobald ein gesellschaftlicher Konsens entstanden ist, muss im kommenden Haushaltsplan die Finanzierung des Projektes Stadtgeschichtsmuseum gesichert werden. Dazu bedarf es einer Mehrheit. Deswegen ist Jede und Jeder gefragt, hier Überzeugungsarbeit zu leisten. Die derzeitige Finanzlage der Stadt ist desolat. Dennoch muss es möglich sein, das Schwerin endlich wieder ein Museum für die eigenen Geschichte eröffnet.