Aktion Stadt und Kulturschutz GF Stephan bei TV:Schwerin

https://paulshoehe.com/2018/10/23/faktencheck-korrekturen-und-ergaenzungen-zum-tvschwerin-interview/

 

Stephan – unser ehrenamtlicher Geschäftsführer hat derzeit ein Interview bei TV:Schwerin laufen. Die kleinen Korrekturen sind in dem vorangestellten Link abrufbar.

 

Hier das Interview:

 

 

Spannend und besonders Interessant ist der Abschluss des Moderators Thomas Böhm am Ende, als er  Chef von TV Schwerin im Namen des Senders das undemokratische Verhalten der Stadtpolitik kritisiert.

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Geschichte der Paulshöhe: Daten von 1842 bis um 1947 #PH2018

 

Paulshöhe

Ein Platz. Eine große Geschichte. Vom Bier, zur Kultur, zum Fussball…

 

 

 

Vorbemerkung:

Die „Paulshöhe“ das Grundstück umfasste seinerzeit mehr als das Gelände des heutigen Sportplatz. Ebenso der Fußballsport. Da eine Entwicklung des Geländes der heute bekannten Paulshöhe ohne die teils, überschneidenden Grundstücksnutzungen bzw. Querverweise in Kultur, Geschichte und Politik nicht möglich ist, wird dieses entsprechend berücksichtigt.


Namensgebung: 1842

Oberst von Elderhorst

erwirbt das Gelände für den Bau seines Landhauses.

Er benennt es zu Ehren des kürzlich verstorbenen Herzog Paul Friedrich

zur „PAULSHÖHE“.

 


1872

 

Die Aktienbrauerei „Paulshöhe“ kauft das Haus mit dem dazugehörigen Gelände. Und errichtet dort eine Brauerei.

 

 


1872-1875

 

Die Aktienbrauerei „Paulshöhe“ errichtet ein Biergarten der sich regionaler und überregionaler Beliebtheit erfreut. 1874 ist offizielle Eröffnung.

 

 


1880-1882

 

Der Berliner Brautechniker August Splitta „übernimmt die „Brauerei Paulshöhe“. Die Restauration „Paulshöhe“ wird eröffnet.

 

 


1882

 

Die Brauerei Paulshöhe brennt aus unbekannten Gründen ab.

 

 


1885

 

Der Baumeister Raspe, Hofbaumeister Lehsen und Bockholdt bauen das Gebäude wieder auf – mit einem Musikpavillion für kleine Konzerte und Aufführungen. Auch wird beschlossen, dass nur Gebäude „mit Stil“ in der direkten Nachbarschaft gebaut werden dürfen. (Gestaltungsbeirat).

 


1889

 

Das ehemalige Wohnhaus des Oberst von Eldenhorst wird nach einem Entwurf des Regierungsbaurats Möller – zur „Villa Paulshöhe“ ausgebaut.

 


1891

 

Die Brauerei Paulshöhe erweitert ihre technischen Anlagen durch den Bau eines Kessel- und Maschinenhauses.

 

 


1893/94

 

Das Restaurant-Gebäude Paulshöhe wird deutlich vergrößert und ausgebaut.

 

 


1896

 

Die Brauerei/Aktiengesellschaft „Paulshöhe“ kauft sich die Anlagen zurück. Die Brauerei Splitta ist nun wieder Eigentum der Schweriner. Die Brauerei Paulshöhe baut das Gelände weiter aus. Ein „Brauereigarten“ (heutiger Sportplatz) wurde angelegt.

 


1897

 

Der Lagerkeller der Brauerei wird deutlich vergrößert. Er reichte vom Hauptgebäude bis unter die Brauerei selbst. (Zu Zeiten des 2. Weltkriegs wurde daraus einer der größten Bunker der Stadt.)

 


1897

 

Der Konzertgarten ist zu in dieser Zeit einer der größten und beliebtesten in Norddeutschlands geworden. Der teils überdachte Konzertgarten fast 2000 Gäste. In der Restauration/ dem Restaurantinneren fanden bis zu 700 Gäste Platz. Es gab jedes Wochenende Konzerte von Millitärorchestern.

 


1898

 

Es wird eine Postkarte mit einer Abbildung des Geländes heraus gebracht. Der Titel der Karte lautet:

„Gruß von Paulshöhe“

 


1899

 

Das erste Foto der Paulshöhe entsteht. Die daraus entstandene Post-, Ansichtskarte zeigt den Eingang zum Konzertgarten und Brauereigelände.

 


1900

 

Nachdem der Münchner Kapellmeisters Hermann Zumpe, der die Mecklenburgische Staatskapelle Deutschlandweit bekannt macht,  kam durch seinen Sohn, der das Schweriner Gymnasium besuchte auch der Fußballsport nach Schwerin. Sein Sohn wurde in München von Fußballfieber befallen.

 


1901

 

Auf dem großen Exerzierplatz findet im Schneetreiben das erste Fußballspiel einer auswärtigen Mannschaft gegen die Mannschaft des Schweriner Kapellmeister-Sohnes gegen Hamburg/Sperber statt. Die Gymnasiums-Mannschaft verlor 1:3.   Hobbykicker kicken neben dem „Brauereigarten“

 


06.05.1903

 

Der „Schweriner Fußballklub von 1903“ (FC 03) gründet sich bei einem Glas Bier nach dem ersten Treffen der neuen Vereinsmitglieder an der Siegessäule, dass wegen starken Regen in die Lübecker Straße ins „Gartenlokal Vahl“ verlegt werden musste.

 


20.09.1903

 

Die neu gegründete Mannschaft FC 03 bestreitet ihr erstes offizielles Spiel  – gegen einen auswärtigen Gegner – dem sich erst 1904 offiziell gründenden „Fußballklub Elite Wismar“.

(Heutiger Nachfolgeverein – FC Anker Wismar)

 


1904

 

Der Club gehörte zu den Gründungsmitgliedern des 1904 entstandenen Mecklenburgischen Fußball-Bundes (MFB) – er rief über Zeitungsannoncen zu dessen Gründung auf.

 


1906

 

Die Gastronomie und Brauerei Paulshöhe erhält ein festes, stabiles Torhaus.

 


1905 & 1907

 

Der FC03 gewinnt zweimal das Finale des Mecklenburgischen Fußballbundes.

 


1912

 

 

Die Aktiengesellschaft „Paulshöhe“ beschließt den Betrieb von Brauerei und Gastronomie zu trennen.

Ein gewisser August Lau (NICHT verwandt mit dem Euthanasie-„Arzt“ auf dem Sachsenberg!)  übernimmt die Gastronomie.

 


 

1919/20

Die Weltwirtschaftskrise beginnt…

Die in Rostock expandierende Brauerei Mahn&Ohlerich (M&O) fusioniert mit der  Aktienbrauerei Paulshöhe – das Bierbrauen auf der Paulshöhe fand nun ein Ende. Der Betrieb wird eingestellt. Aktionäre der Brauerei Paulshöhe erhalten pro Paulshöhe Aktie  eine Aktie von M&O.


1920

 

Die Rostocker Aktiengesellschaft und Bierbrauerei  „M&O“ verkauft die Brauerei an die Abwackfirma Meyer&Co aus Leipzig, welche die Brauerei regelrecht ausschlachten. Aus dem Brauereigebäude wurde eine Konservenfabrik. Die Gastlichkeit blieb. Der angrenzende Brauereigarten (Heutiger Sportplatz) verfällt – wird von Hobby-Kickern genutzt.

 


1920-1922

 

Der Sportplatz Paulshöhe wird auf dem ehemaligen Gelände des Brauereigartens gebaut.

Dank Unterstützung von Stadt, Verein, und Banken bekommen die Paulshöhe und er FC03 ihren Sportplatz. (Nähere Angaben folgen)

 

 


22.08.1922

 

Der Sportplatz Paulshöhe wird offiziell eingeweiht und eröffnet. Er hat: zwei Spielfelder, eine 400 Meter lange Aschenbahn, sechs Tennisplätze und 33.000 Quadratmeter Grundfläche. Es ist somit eine der größten Sportstätte Deutschlands.

 


09.1944

 

Die E. Reitz Uniformenwerke mit Hauptsitz Antwerpen  hat nun im Museum ihr Werk eröffnet. Der Generalsmusikdirektor des Theaters näht nun Uniformen statt Kultur zu schaffen. Die Fabrik beschäftigt über 400 Zwangsarbeiter – größtenteils aus Frankreich und Italien.

  


11.1944

 

Errichtung von 3 großen Baracken für das Material von „Reitz-Uniformwerk“ auf dem Sportplatz Paulshöhe. Reitz hatte nach einem Bombenangriff in (heutige Partnerstadt) Wuppertal einen Teil des Betriebes nach Schwerin (ins Museum) verlagert. Hier arbeiteten zirka 400 Kräfte für das Werk, größtenteils Zwangsarbeiter.

 


1945

 

Nach dem Krieg existierten in Schwerin 120 Massenunterkünfte für Flüchtlinge und Vertriebene. Eines davon waren die Baracken auf Paulshöhe.

Knapp 60.000 Flüchtlinge befinden sich in der Stadt. Knapp 150 werden in den ehemaligen Material Baracken auf der Paulshöhe untergebracht.

 


07.1945

 

Das gesamte Schlossgarten-Viertel, inklusive der Baracken auf Paulshöhe wird geräumt. Nachdem die Engländer den Sowjets die Stadt übergeben haben, nutzen diese, die Gebäude im Schlossgarten-Viertel  als Unterkunft. Die Baracken stehen leer. Der Sportplatz wird nicht genutzt.

 


06.1947

 

Die 3 großen Baracken auf der Paulshöhe existieren noch immer und werden von der Stadt – anscheinend erfolglos zum Verkauf angeboten.

 


06.1947

 

Die 3 großen Baracken auf der Paulshöhe existieren noch immer und werden von der Stadt – anscheinend erfolglos zum Verkauf angeboten.

 


 

Die Geschichte der vergangenen 70 Jahre wird derzeit aufgearbeitet und zusammengefügt. Wir bitten um euer Verständnis, dass dies etwas Zeit in Anspruch nimmt. Dies geschieht ehrenamtlich. Unterstützen könnt ihr uns mit einer finanziellen Spende. Dies soll zu einem späteren Zeitpunkt auch den Druck einer Broschüre/eines Buches ermöglichen. Schickt dazu eine Email an: ask-schwerin@mail.de 

Diese Übersicht wir zukünftig durch Fotos und Bilder ergänzt werden.  

 

 

 

Quellenzusammenfassung:

Auf Grundlage von Informationen aus […] der „Chronik der Stadt Schwerin“ von Udo Brinker und einer weiteren Chronik erarbeitet durch Bernd Kasten/Jens-Uwe Rost „Schwerin – Geschichte der Stadt“, dazu Material aus dem Buch „Mecklenburg 1945“ von Joachim Schultz-Neumann – dazu Informationen aus  dem Buch: „“Vergessen Erinnern“ von Kurt Redmer, sowie dem von der Landeshauptstadt Schwerin herausgegebenen Kartenmaterial aus dem Buch „Schwerin Historische Karten und Pläne“, sowie den Aufzeichnungen unseres verstorbenen Stadtvertreters Ralph Martini[…] wurden Informationen zusammengetragen um die erste Erwähnung der Paulshöhe bis in die ersten Nachkriegsjahre der Paulshöhe zu sammeln. Einzelnachweise folgen. 

Umfangreiche Spendenaktion für arme Kinder beim Theaterball? ASK Antrag am kommenden Montag Thema bei der Stadtvertretung.

Auf der kommenden Stadtvertretersitzung soll, wenn es nach der ASK geht, zwei Themen miteinander kombiniert, die sich zum einen an diejenigen mit einem vollem und diejenigen mit einen sehr kleinen Geldbeutel richten.

 

Es wird beantragt, dass der Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier mit dem Generalintendanten des Mecklenburgischen Staatstheater in Verbindung treten soll, um eine umfangreiche Spendensammlung für die Kindertafel in Schwerin zu ermöglichen.

 

Am Theaterball nahmen alleine im vergangenem Jahr 1000 Gäste teil. Die Kartenpreise sollen zwischen 130,- und 250,- Euro gelegen haben. Bei ernsthafter Bewerbung der Spendenaktion sollte es möglich sein, mindestens 10 Euro von jedem Gast zu bekommen. Dies wären dann mindestens 10.000 € mit der die Tafeln in Schwerin rechnen könnten.

 

Die generelle Bereitschaft eine Spendenaktion in den Theaterball einzubinden hatte Lars Tietje – im Grunde – der ASK bereits Anfang des Jahres in einem vertraulichen Gespräch versprochen. Ob es wie beantragt einen „Soli-Preisaufschlag“ auf die Kartenpreise des Theaterballs 2019 geben wird, oder – wie es die Verwaltung in der Stellungnahme andeutet – lediglich eine „Spendenbox“ aufgestellt wird, ist derzeit nicht abzusehen.

 

Kinderarmut ist in Schwerin ein sehr drängendes Thema. Das Tafelsystem kann hier keine echte Lösung sein. Allerdings ein Ansatz in die Richtige Richtung. Sollte sich im Verlauf der Beratungen eine bessere Möglichkeit auftun, die den Kindern unserer Stadt hilft, wird die ASK dem selbstverständlich zustimmen.

 

Wenn der Antrag angenommen wird, kann somit von denjenigen „genommen“ werden die ausreichend finanzielle Mittel für „Dekadenz“ haben, um es anteilig denjenigen zu geben, die es am meisten benötigen. Wir von der Aktion Stadt und Kulturschutz bitten auch über diesen Weg die Stadtvertreter um Zustimmung zum Antrag, die Gäste des Theaterballes 2019 um großzügigste Spendenbeteiligung und die Stadtverwaltung um ernsthafte und bestmögliche Verhandlung mit dem Generalintendanten des Mecklenburgischen Staatstheater.

 

Gemeinsam können wir somit aktiv etwas gegen die Kinderarmut in unserer Stadt tun.

 

 

 

#Aktionsgruppe – Unser Selbstverständnis oder was das Besondere an uns ist

Unser Selbstverständnis oder was das Besondere an uns ist. 


In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich das Leben in unserer Landeshauptstadt Schwerin dramatisch verändert. Rigorose Sparpolitik, Privatisierung kommunalen Eigentums, Hartz IV, prekäre Jobs und sinnlose Streichlisten erzeugen heute Lebensumstände, die viele arm und perspektivlos machen.  Vom hoffnungsvollen Klima eines Aufbruchs in den 90er Jahren ist kaum etwas nach geblieben.

Aktionsgruppen und Wählergemeinschaften sind nötig, die den weiteren Ausverkauf und die soziale und kulturelle Zerstörung unserer Stadt verhindern wollen. Diese können effektiv und unabhängig von der etablierten Landes- und Bundespolitik agieren und die Arbeit von sozialen Initiativen wirksam unterstützen.

Wir treten an, eine neue zivilgesellschaftliche Option zu entwickeln. Demokratie muss wieder in unsere städtische Gesellschaft zurückgeholt werden. Ein Stadt- und Kulturschutz müssen in Schwerin nachhaltig verankert werden. Wir unterstützen jede autonome Stadtbewegung, damit Wirtschaft und Geld den Menschen dienen und nicht umgekehrt! Hierfür unterbreiten wir konkrete Vorschläge um unsere Stadtgesellschaft sozialer und selbstbestimmt zu organisieren. Wichtig sind uns dafür die Hauptaspekte unserer Gesellschaft – Wirtschaft, Soziales, Umwelt und Kultur –  in allen demokratischen Prozessen gleichberechtigt und ganzheitlich einzubringen und einzufordern.

Wir setzen nicht per se auf einen starken Staat. Wir orientieren uns auf die Entwicklung einer freien Stadtgesellschaft, die Hierarchien, Privilegien, autoritäre Strukturen und andere Beziehungen von Befehl und Gehorsam zurückdrängt und hinter sich lässt.  Unsere Stadtverwaltung soll so  bürgerfreundlicher und repressionsfrei werden. Gemeingüter, wie etwa erschwingliche Mieten und städtischer Verkehr für alle, haben in der Stadtpolitik Vorrang.

 

Boomender Tourismus ist nicht alleiniger Rettungsanker. Touristen kommen und gehen, unsere Stadtgesellschaft bleibt! Wir setzen auf die Potentiale der Menschen, die in unserer Stadt wohnen und leben. Armut und Antriebslosigkeit sind in unserer Gesellschaft strukturell begründet und müssen von daher auch strukturell gelöst werden. In Bildung und Integration für unsere Bewohnerinnen und Bewohner ist jeder Cent gut angelegt.

 

Unsere gesellschaftliche Alternative ist ein offenes Projekt, das sich auf ein gleichberechtigtes Verhältnis zwischen allen Menschen gründet. Unsere Antwort heißt:  „Echte Demokratie“! Damit grenzen wir uns konzeptionell von den Problemen, Fehlern, Katastrophen und Verbrechen bisheriger Gesellschaften ab. Echte Demokratie ist das wirksamste Mittel für einen dauerhaften Stadt- und Kulturschutz. Beides ist angewiesen auf eine demokratisch selbstorganisierte und bewusst politische Stadtbevölkerung, die ihre Probleme selbstbestimmt löst und keine unqualifizierte Einmischung von außen braucht.

 

Seit etwa 40 Jahren wird unser politisches Leben einem grundlegenden Wandel unterworfen, bis tief in die Gemeinden hinein. Während sich Stadtpolitik bis in den 70er Jahren noch primär bemühte, gleiche Lebensbedingungen für die Mehrheit herzustellen, wurde sie nun zu einem Instrument eines weltweiten Wettbewerbs der Städte umfunktioniert, zu willfährigen Dienerin eines neoliberalen Großprojekts.

 

Verzögert durch die politische Wende wurde nun auch Schwerin diesem global inszenierten unternehmerischen Wettbewerb der Städte unterworfen.  Seitdem konkurriert unsere Stadt mit anderen Städten um die Ansiedlung von Unternehmen, den Zuzug von Besserverdienenden und um touristische Vermarktung von Großereignissen. Unsere Stadtverwaltung wird genötigt, sich mehr und mehr auf so genannte Kernaufgaben zu beschränken, dabei  öffentliche soziale Dienstleistungen nach marktwirtschaftlichen Kriterien auszurichten, sich auch sonst unternehmerisch zu verhalten.

 

Die Bevölkerung unserer Stadt wird dabei erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Privatisierungen städtischen Eigentums, prekäre Jobs, Arbeitslosigkeit und die strukturelle Verschuldung Schwerins sind spürbare Folgen dieser unheilvollen Politik. Unsere Stadt ist in einen Sog, in dem sie ihren Charakter als eigenständiges Gemeinwesen verliert.

 

Immer wieder wird diese verhängnisvolle Stadtpolitik öffentlich als natürlich, vernünftig, unvermeidbar und alternativlos hingestellt. Marktgläubiges Agieren der meisten Stadtvertreter bestärkt diese Schieflage. Das Bewusstsein nimmt ab, dass es sich bei unserer Stadt Schwerin um ein politisches und soziales Gemeinwesen handelt.

 

Dieser unternehmerische Wettbewerb der Städte ist nicht naturgesetzlich, ist auch nicht für die Mehrheit von uns! Der Wettbewerb der Städte ist nicht vernünftig! Jede Stadt gewinnt zu Ungunsten anderer Städte oder sie verliert zu Gunsten anderer. Wir alle zahlen die Zeche für dieses irrsinnige Nullsummenspiel, (bei der die Reichen immer reicher und die Armen immer zahlreicher werden!).

 

Stadt- und Kulturschutz ist für uns ein städtisches Gegenprojekt zur derzeitigen Stadtentwicklung. Wir brauchen Mut und Kraft für einen Ausstieg aus dem folgenschweren Wettbewerb der Städte und einen Einstieg in neue solidarische Städtepartnerschaften.

 

Wir wollen offenlegen, wer von der gegenwärtigen Politik profitiert, welchen Schaden dadurch Schwerin haben wird. Wir wollen so die Zivilgesellschaft anregen, sich politisch zu öffnen, Konsens  und Transparenz in wichtigen Entscheidungsfragen herzustellen. Debatten um die weitere Entwicklung Schwerins brauchen selbstbestimmte Gegenentwürfe, die allseits Gehör finden, stets von der Stadtbevölkerung weiterentwickelt werden können.

 

Ganz bewusst stehen wir auf der Grundlage der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948. Sie ist auf eine demokratische, soziale und friedfertige Bewegung angewiesen, in denen Menschen sich selbst ermächtigen, sie umzusetzen.

Diese Bewegung beginnt in den Städten – wir sind ein Teil davon. Mehrheitliche Verbesserungen im Sinne der verbrieften Menschenrechte sind stets bewegungspolitisch erkämpft worden. Das aktuelle Vertragswerk der Agenda 2030 der Vereinten Nationen unterstützt unseren Ansatz, dass sich Menschen nachhaltig und selbstbestimmt beteiligen.

 

SVZ schreibt über Gewalt in den Stadien – weswegen wird ein 10 Jahre alter Vorfall raus gekramt? #PropagandaAlarm?

In der gerade veröffentlichten Abendausgabe der SVZ, und gewiss auch in der Wochenendausgabe schreibt die SVZ über Gewalt in den Stadien unseres Landes.

Die SVZ schreibt, dass es 2016, 2017 und 2018 Auseinandersetzungen in den Amateuligen gab. Zitiert auch den DFB der sagt, dass die vergangene Saison mit 99,51 % überwiegend friedlich verlief. In ganz Deutschland.

 

Für die Mecklenburger Amateurmannschaften zählt die SVZ in den Jahren 2016/2017/2018  vier Beispiele auf, bei denen Gewalt und Auseinandersetzungen vorfanden. Das ist korrekt und richtig so. Kein Schweriner Verein war daran beteiligt.

 

Die SVZ greift bei einem weiteren Beispiel aber mächtig „ins Klo“ um alte „Scheiße“ wieder hervorzukramen.

 

Schwerin selbst ist seit 10 Jahren ohne irgendwelche Ausschreitungen davongekommen. 10 Jahre ist keine Schweriner Amateurmannschaft durch Gewalt aufgefallen. Der Anfang des Artikels bezieht sich auf die vergangenen 2 Saisionzeiten.

Man darf sich Fragen weswegen die SVZ in ihrem Artikel deswegen auf einen 10 Jahre zurück liegenden Vorfall mit der SG Dynamo Schwerin hinweist? Dann 8 Jahre überspringt und andere Fälle aus der letzten Saison aufzählt, an der kein Schweriner Verein beteiligt war.

 

Wird hier wieder versucht, die SG Dynamo als krimiellen, gewalttätigen Verein darzustellen, der er nachweilich seit über 10 Jahren nicht mehr ist. Mit einer über 10 Jahre zurückliegenden Misslage, die selbstverständlich thematisiert werden kann, dann aber bitte in einem korrekten Zusammenhang.  Statt sich als Schwerin zu freuen, dass  es zehn Jahre keinerlei Vorfälle gab, wird der Hauptnutzer der Paulshöhe (Die Stadt will diesen Platz unbedingt abreißen und diskreditiert immer mal wieder die Bemühungen eines Erhaltes) wieder in ein schlechtes Licht gerückt.

 

Wenn die SVZ es ernst meinen würde mit ihrer Aufzählung, dann doch bitte alle Fälle seit 2008 und dann bitte durchgehend bis Heute. Es gab 2011/2012 und 2015 andere mindestens genauso gravierende Fälle allerdings ohne Dynamo-Beteiligung. , weswegen der Zeitsprung zu 2008? Eine ganz fiese Show der SVZ.

 

Es mutet schon nach „Propaganda“ an, hier wiedermal die Dynamo in den Mittelpunkt eines Artikels zu setzen, obwohl es laut DFB-Aussage und im Artikel ansonsten ausschließlich um die letzten beiden Saisons ging.