Unser eigenständiger Antrag an die Stadtvertretung am 27.01.2025
Beschlussvorschlag
Die Stadtvertretung Schwerin beschließt:
- Der im Rahmen der Sanierung der ehemaligen Hauptpost entstehende Park /
der Durchgang zwischen Mecklenburgstraße und dem Dom wird „Ni una
menos“ benannt. - Die Stadtverwaltung wird beauftragt, die notwendigen Schritte zur Umsetzung
der Benennung zu veranlassen.
Begründung
Die Bewegung „Ni una menos“ wurde 2015 in Argentinien gegründet und steht für den
Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt und Femizide. Der Name, übersetzt „Nicht
eine weniger“, symbolisiert die Forderung, dass keine Frau mehr durch
geschlechtsspezifische Gewalt ihr Leben verlieren soll.
Eine Benennung dieses öffentlichen Raums in „Ni una menos“ hat folgende positive
Wirkungen:
- Zeichen für Gleichstellung: Die Stadt Schwerin setzt ein klares Zeichen für die
Gleichstellung der Geschlechter und positioniert sich als Stadt, die sich aktiv für
die Bekämpfung von Gewalt an Frauen und Mädchen einsetzt. - Bewusstsein schaffen: Die Benennung würde eine wichtige Plattform für
Diskussion und Bewusstseinsbildung bieten, die Bürgerinnen und Bürger auf
die Problematik aufmerksam machen und zur Auseinandersetzung mit
geschlechtsspezifischen Gewaltformen anregen. - Internationales Signal: Die Stadt könnte sich mit dieser Entscheidung in eine
globale Bewegung einreihen, die weltweit für Frauenrechte kämpft und
Solidarität
zeigt. - Lokaler Bezug: Schwerin würde damit auch der Tatsache Rechnung tragen, dass
geschlechtsspezifische Gewalt keine Grenzen kennt und auch in Deutschland ein
gesellschaftliches Problem darstellt, dem aktiv begegnet werden muss.
Die Benennung des Parks bzw. Durchgangs bietet eine Gelegenheit, diesem Thema im
öffentlichen Raum Sichtbarkeit zu verleihen und ein klares Bekenntnis zu den Werten von Gleichberechtigung und Menschlichkeit abzugeben.
Ergebnis
mehrheitlich abgelehnt
