Schwerin. Microsoft Exit – Strategie gefordert.

Nach der verehrenden Cyberattacke auf die Landeshauptstadt Schwerin fordert die ASK nun Konsequenzen und möchte deswegen nach Vorbild des Landes Schleswig Holstein eine langfristige EXIT Strategie von auf Microsoft basierender IT, für Schwerin und bestenfalls ganz MV auf den Weg bringen.

Der Antrag im Wortlaut:

1.) Die Stadtvertretung beauftragt, den Oberbürgermeister eine EXIT Strategie zu
Microsoft basierter Verwaltungssoftware/Verwaltungs-IT zu entwickeln. Dazu soll der
Oberbürgermeister einen Jahresplan vorstellen, wie und in welchen Abständen ein
Ausstieg aus Microsoft betriebener IT möglich ist. Dabei sollen auch die
Konsolidierungseffekte für die Landeshauptstadt Schwerin berücksichtigt werden.


2.) Der Oberbürgermeister wird beauftragt mit der Landesregierung/dem Digitalminister
in Kontakt zu treten um nach Vorbild von Schleswig-Holstein, einen Ausstieg von
Microsoft auf Landesebene anzuregen

Zur Begründung zieht die ASK die Pläne des Landesa Schleswig Holstein heran:

Zu 1.)
Das Bundesland Schleswig-Holstein ersetzt Microsoft Office durch Libre Office. Auf 25.000
Rechnern in der Verwaltung und an Schulen soll Libre Office zusammen mit anderer OpenSource-Software installiert werden. Deutschlands nördlichstes Bundesland will damit seine
Abhängigkeit von proprietärer Software verringern und schließlich sogar ganz beenden.
Die Umstellung der 25.000 Behörden-Rechner soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein.
Diese Rechner werden von Beamten, Angestellten und Lehrern genutzt. Dann soll auf
keinem dieser Rechner mehr Microsoft Office laufen und stattdessen nur noch Libre Office
zum Einsatz kommen.

Microsoft-Programme kosten viel Geld
Das Bundesland SH teilte 2020 mit, dass für die Microsoft-Software auf den
25.000 Rechnern (der Landesverwaltung) rund 2,5 Millionen Euro Lizenzkosten pro Jahr
anfallen. Bereits 2020 habe Schleswig-Holstein den Rahmenvertrag mit Microsoft um die
MS-Office-Produktlinie reduziert und seine MS-Office-Lizenzen eingefroren. Das
Bundesland will dadurch in fünf Jahren 6,8 Millionen Euro sparen. Ab 2025 sollen nach der
Umstellung jedes Jahr weitere 1,7 Mio. Euro gespart werden.
Das Zentrale IT-Management (ZIT) habe zur Vorbereitung dieser Umstellung mit dem ITDienstleister Dataport bereits Dienstleistungen rund um Libre Office aufgebaut und Libre
Office auch mit dem in der Verwaltung grundlegenden E-Akten-System verbunden. Nun soll
LibreOffice sukzessive flächendeckend an den Arbeitsplätzen der Landesregierung
eingeführt werden. Dazu plant das Ministerium ausführliche Umschulungen.

Die Einspareffekte, die Schleswig-Holstein erwartet, könnten auch in der Landeshauptstadt
Schwerin eintreten.


Zu 2.)
Da Schleswig-Holstein mit Konsolidierungseffekten, sogar mit Einsparungen rechnet, sollte
die Entwicklung in Schleswig-Holstein beobachtet werden und bestenfalls auch an die
Landesregierung herangetragen werden.

Ein Impuls, die Microsoft Betriebssysteme zu verlassen, die
Schwerin in einen digitalen Lockdown, mit vermutlich Millionenschaden gebracht haben, auch
LWL/PCH, sollte für Mecklenburg- Vorpommern, von unserer Landeshauptstadt ausgehen.

Die Sitzung der Stadtvertreter findet am 6. Dezember statt. Los geht es um 17 Uhr. Die Sitzung kann im Livestream auf: www.schwerin.de/stream angesehen werden.

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