(ein Beitrag von Wilfried Hoog – ASK Schwerin)

Das Gehen ist die natürlichste und eigentlich unabhängigste Art der Fortbewegung…

wir alle gehen
irgendwie irgendwann mehr oder weniger länger zu Fuss …

zum Kiosk um die Ecke, zur
Strassenbahn (Problemfeld: Haltestellen), von mir aus auch auf den Weg zum Auto oder auf der
Demo gegen diese Verkehrsplanung oder dem zubetonieren öffentlicher Plätze und Parks … bis hin
zum Flanieren am See, durch Fussgängerzonen etc…

Zu Fuss gehen ist die klimafreundlichste
Angelegenheit …

Zu Fuss gehen heisst aber den Abgasen, dem Lärm und dem Platzmangel ausgesetzt zu sein … die
Ausrichtung der Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Industrie auf den individuellen
Mobilitätsverkehr verlangt permanent mehr Räume für das Auto, dieses nimmt es sich den
Radfahrer*innen, diese sich von den Fussgänger*innen..die Zersiedlung der Städte macht Fusswege
immer länger…

In der Strassenverkehrsordnung gibt es bei 53 Paragrafen nur einen einzigen für
oder über Fussgänger ( „Sie müssen den Gehweg benutzen…“) doch diese Gehwege sind, wenn
nicht gerade von Autos zugeparkt, von Radfahrer*innen oder seit neustem von E-Rollern
durchfahren, von Werbeflächen, Parkautomaten, Briefkästen. Stromkästen oder
Laternenmasten besetzt, dienen als Müllablage…

Es wird Zeit, den Fussverkehr als Verkehrsteilnehmer ernst zu nehmen…diese heben die
Lebensqualität, für saubere Luft und besseres Klima- Aktives zu Fuss gehen heisst den Blick zu
bekommen für das eigene Umfeld, die Gemeinde, den Nachbarn,
Engagiertes zu Fuss gehen heisst
auch: Barriefreiheit, (Rück)eroberung der öffentlichen Plätze, Veränderung des Stadtklima,

Raum fuer Kinder, Alte, Familien, soziales Miteinander und Identifikation mit dem Stadtteil …
heisst auch: (Rück)eroberung der öffentlichen Räume auch speziell für Frauen/Transgender u.ä. die noch
zu oft, die Strassen und Plätze auch als Bedrohung empfinden und erleben …

Es wird Zeit, sich aktiv in diese Umgebung einzubringen, Handlungen zu entwickeln, Forderungen aufzustellen, sich mit allen, die für eine andere Verkehrspolitik für ein anderes Klima auch zwischen
den Menschen einzusetzen zusammen zu tun , heisst: eine lebenswerte, atmungsaktive Stadt … mit all denen, die dies auch wollen —
mit den Menschen, die sich für die Ausweitung und kostenlose Nutzung des
öffentlichen Nahverkehrs einsetzen, auch mit den Radfahrern, die ihrerseits sich ihre Räume von
einem auf Autos ausgerichteten Strassenverkehr zurückholen will..

EINLADUNG

Für den Anfang stelle ich mir ein zwei offene Treffen vor, wo jede/jeder Betroffene mit ihren
Erlebnissen, Erfahrungen aber auch Wünschen und Vorstellungen zusammenkommen, mittel bis
längerfristig auch schon sowas wie Kontakt mit anderen Initiativen aus Schwerin (ADFC,
freifahrt.jetzt…..)

Öffentlichkeitsarbeit aber vor allem nach dem Motto „Holen wir uns die
Plätze/die Stadt zurück“— wirksame und einprägsame Aktionen..
erster Aktionsvorschlag: 20.09. „Parking Day“

Ihr könnt mich erreichen, bei den Montagssitzungen der „Aktionsgruppe für Stadt-und Kulturschutz“

(ASK Schwerin) in der Severinstr. 28 („Pirateninsel“) oder auch per mail: w.aguacate@mail.de

Vamonos….

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