Vor der „Geburt“ der Fake News. Kopulation und Gravidität. Amüsante Antwort und Reaktion des ASK „Geschäftsführers“ an die SVZ.

Zu: „Die Geburt von Fake News“ von dem SVZ Journalisten Gert Steinhagen in der SVZ vom 21. September 2018

Eine persönliche Reaktion vom ASK Geschäftsführer Stephan Martin(i) – in zwei Teilen.

TEIL 1

Vor der Geburt von Fake News – „Von der Kopulation und Gravidität einer Fake News“

Herrn Steinhagen verlangt von der Aktion Stadt und Kulturschutz eine journalistische Korrektheit. Er erwartet eine faktenbasierte und fundamental der Wahrheit entsprechende Handlungsweise der ASK. Dies ist sehr lobenswert und sicher erstrebenswert. Gerd Steinhagen übersieht jedoch mehrere zentrale Aspekte in seiner „kommunalpolitischen Analyse“.
Erstens: Die Aktion Stadt und Kulturschutz ist keine Presse, keine News-Plattform, schlicht kein Nachrichtenmagazin. Ist somit nicht an den Pressekodex des Presserates gebunden, wie es Journalisten der SVZ sind.
Zweitens: Die Aktion Stadt und Kulturschutz ist auch keine Partei, die in irgendeiner Form laut dem Parteiengesetz maßgeblich durch Veröffentlichungen und Stellungnahmen an der Willensgestaltung der Bürger teilhaben soll. Sie ist eine Wählergruppe, die außerhalb von Wahlen den Status einer politischen Vereinigung hat. Die Aktion Stadt und Kulturschutz beschreibt sich selbst als „eine Aktionsgruppe, mit einem Sitz im Stadtparlament“ an der sich jeder beteiligen kann, der“ an der kommunalen Politik der Stadt Schwerin interessiert ist und etwas bewirken will.“
Drittens: Politische Vereinigungen haben als Interessenvertreter jederzeit das Recht Mutmaßungen, Spekulationen, Szenarien und Meinungen Kund zu tun, wie es Gewerkschaften, Vereine, jeder Bürger hat. Wenn die Aktion Stadt und Kulturschutz zum Thema Paulshöhe spekuliert, ist dies also legitim und durch das Grundgesetz vollends gedeckt.

In einer Veröffentlichung der Bundeszentrale für politische Bildung: „Lügen und Politik im >postfaktischem Zeitalter<“ von Stefan Marschall heißt es:

„In der repräsentativen Demokratie spielt jedoch nicht nur das Vertrauen, sondern auch das institutionalisierte gesunde Misstrauen eine Rolle.“ Weiter heißt es: „Gewaltenteilung, Wahlen, check and balance – mit einer komplexen Form der gegenseitigen Überwachung der Institutionen sowie der Kontrolle durch die Bürgerinnen und Bürger wird gewährleistet, das Macht nicht missbraucht wird.“ Als Mittel gegen Fake News wird „Transparenz“ als Lösungsansatz gesehen.

Genau hier hat die Aktion Stadt und Kulturschutz angesetzt. Bevor eine Fake News geboren wird, müssen gewisse Vorstufen durchlaufen werden. In der folgenden Überschrift habe ich dieses „Kopulation und Gravidität“ genannt.

Kopulation und Gravidität (Methapern und Synonyme ohne Ende)

Kopulation ist eine andere Bezeichnung für den Geschlechtsakt; dem Moment im übertragenen Sinne, der – neue Informationen und Sachlagen hervorbringt – in dem neues entstehen soll.

Am Beispiel Paulshöhe war es der Moment, in dem erstmals dieser Standort als „Bauland“ bzw Spekulationsobjekt in Betracht gezogen wurde, dafür eine neue Sportstätte „Sportpark Lankow“ ins Gespräch gezogen wurde.

Das Thema Paulshöhe-Abriss entstand. Ein neues „Baby“ wurde auf den Weg gebracht. Das dieser „Zeugungsakt“ älter ist als viele wissen, geht aus einem Artikel der SVZ aus dem Jahr 1998 hervor, in dem die ehemalige Vize-Stadtpräsidentin Renate Voss (Grüne) davor warnte Paulshöhe zu einem Spekulationsobjekt zu machen.

Der Zeitraum der Gravidität ist laut biologischer Definition einfach gesagt der Zeitraum der Schwangerschaft.

Bevor eine Fake News also geboren wird, wie es Gerd Steinhagen schreibt, ist also ein langer Zeitraum vorgeschaltet, bis sich die Fake News schlussendlich durch die Geburt zeigt.

In den „neun Monaten“ wurde aus den ersten Meldungen 1998 bis heute eine Menge geschrieben, gesagt und veröffentlicht. Stadtpolitiker behaupteten, es gäbe Verträge die einen Verkauf der Paulshöhe mit dem Neubau des Sportplatzes Lankow verpflichtend verbinden. Das hat sich als jahrelange Falschaussage erwiesen. Es wurde behauptet, die Paulshöhe verursache durch Instandhaltung steigende Kosten, auch dies hat sich als falsch erwiesen. Es wurde behauptet, das ein Wegfall der Paulshöhe, problemlos kompensiert werden könne, auch dies hat sich inzwischen als falsch erwiesen.

Jede einzelne dieser „Entlarvungen“ von Falschaussagen von Seiten der Kommunalpolitik kamen durch die „sinnlosen Anfragen“ der Aktion Stadt und Kulturschutz ans Licht.

Wenn die Aktionsgruppe, die Wählergemeinschaft Aktion Stadt und Kulturschutz aufgrund der bisherigen, jahrelangen Intransparenz, der nachweislich stattgefundenen „Hinterzimmer Gespräche“ spekuliert und eigene Vermutungen anstellt – was durch die vielen Konjunktive in ihrem Beitrag deutlich wird – ist hier eher von einer Provokation, einer Brüskierung aufgrund mangelnder Öffentlichkeit und „häppchenweiser“ Informationsweitergabe durch die Stadtverwaltung, auszugehen.

Diese Herangehensweise ist ein legitimes Stilmittel in der politischen, demokratischen Auseinandersetzung.

Der Geburt von Fake News gehen also lange Zeiträume der intransparenten Informationspolitik voraus. Dies wurde von Gert Steinhagen in seiner „kommunalpolitischen Analyse“ nicht beachtet, gar ins lächerliche gezogen.


TEIL 2

Von der „Unsinnigkeit“ der Anträge und Anfragen der ASK

Eines hat die Analyse des Gert Steinhagen allerdings gezeigt. Als auflagenstärkstes Medium der Landeshauptstadt Schwerin wurde der Aktion Stadt und Kulturschutz, die lediglich einen Stadtvertreterposten hat – der dazu noch wechselnd besetzt wird- eine Relevanz zugesprochen, von der andere Aktionsgruppen in der Landeshauptstadt Schwerin nur träumen können.

Abschließend will ich auch auf die letzten Sätze Gert Steinhagen`s in seiner „Analyse“ eingehen. In denen bedauert er, dass die Stadtvertretung und Stadtverwaltung die ganzen Anfragen und Anträge der ASK bearbeiten muss und musste.

Der Antrag für die Erstellung eines Konzeptes für ein Stadtgeschichtsmuseum,

die Anträge die letztendlich für den Erhalt des Denkmals „Volksschwimmhalle Lankow“ geführt haben,

der Antrag der auf Rehabilitierung der Verfolgten und der Ermodeten zu Zeiten der Hexenprozesse, auf dessen Intention die „Keramische Säule“ wieder aufgestellt wurde,

der Antrag der Schwerin zur pestizidfreien Kommune gemacht hat, der Antrag der „Schweriner Resolution“ gegen TTIP&Co.,

der Antrag die Hochhäuser in Lankow stehen zu lassen – wodurch die Segregation angegangen wurde – noch vor Veröffentlichung der bekannten Studie, der Antrag Paulshöhe unter Denkmalschutz zu stellen und dadurch Klarheit über das wohl bekannteste Denkmalschutzgebiet „Ostorfer Hals“ schaffte,

der Antrag den kleinen Bienchen ein Bienenstock am Stadthaus zu ermöglichen,

der Antrag, dass die Bürgerfragen im Livestream der Stadt veröffentlicht – getreamt werden können…

u.v.m.

stammen von den Anträgen der Stadtvertreterinnen und Stadtvertretern der Aktion Stadt und Kulturschutz.

Waren das alles „sinnlose Anträge“ mit denen sich die Verwaltung herumschlagen muss(te)?

Ebenso sieht es mit den Anfragen aus die Gert Steinhagen ebenso unnütz zu finden scheint.

Da gab es zum einen dutzende Fragen zur Paulshöhe, die viele interessante Informationen hervorbrachten, es gab Anfragen zum „Eigentum“ der Stadt und wie viel Schwerin in den vergangenen 20 Jahren veräußert hat (was die SVZ prompt aufnahm), es gab Anfragen die kaum wahr genommen wurden – beispielsweise die zu kleine Feuerwehreinfahrt an der Schule am Ziegelsee, es gab kaum wahr genommene Anfragen zum Thema „Briefkastenfirma“ im Bezug zu den #PanamaLeaks, es gab Anfragen zu der Graffiti-Gestaltung in der Lübecker Straße, zu den Namensschildern im Stadthaus….

ALLE anfragen aufzuzählen würde unnötig Seiten – verschwenden, wie Gert Steinhagen es wohl ausdrücken würde.


Lieber Herr Gert Steinhagen.

Erinnern Sie sich noch an eines der zentralen Wahlversprechen der Aktion Stadt und Kulturschutz? Am Morgen nachdem die ASK einen Platz in der Stadtvertretung „sicher“ hatte, hatten wir eines angekündigt – wir werden alle Anfragen und Anträge von Bürger der Stadt stellen, die mit den Menschenrechten vereinbar sind, werden diese weiterleiten sofern sie kommunalpolitischer Verantwortung unterliegen.

Nicht mehr und nicht weniger tun und taten wir.

Wir haben an den – seinerzeit im TV Schwerin festgehaltenem Interview angekündigten Versprechen festgehalten und stellen Anträge und Anfragen stellvertretend. Das ist Ihnen bekannt.

Kritisieren Sie die ASK, kritisieren Sie auch all diejenigen für die wir Anfragen etc. weiterleit(tet)en. Sie glauben doch wohl nicht ernsthaft , dass die Fülle der Anträge und Anfragen einzig aus der ASK selbst stammen? Vieles wurde uns zugetragen, vieles wurde durch die ASK in Form von Anträgen weitergereicht und als Anfrage an die Verwaltung weitergeleitet.

In dem Sinne. Wir machen weiter.

Auch wenn einige Wenige es als Fake News abtun. Die Aktion Stadt und Kulturschutz will und wollte seit jeher die „politischen Verhältnisse in Schwerin“ zum tanzen bringen. Dies ist uns wie der Artikel von Steinhagen zeigt, anscheinend gelungen.

Anfragen und Anträge werden weiterhin von uns weitergeleitet. Dazu einfach eine Email an: ask-schwerin@mail.de



Sämtliche Aussagen können einfach und unkompliziert über die Suchfunktion auf den Internetseiten:

www.aktionstadtundkulturschutz.com

www.paulshoehe.com

sowie über das BRS (Bürger Recherche System) www.brs-schwerin.de sowie dem offiziellen „Datenpool“ der Stadt – www.bis.schwerin.de sowie http://www.schwerin-lokal.de oder auch über den youtube Kanal von TV Schwerin gefunden, geprüft und überprüft werden.

Sollte dennoch eine fehlerhafte Information genannt worden sein, wird der ehrenamtlich arbeitende Geschäftsführer, der den ganzen Kram, der so „sinnlos“ ist – den er seit 4 Jahren zusammenträgt, natürlich korrigieren.

(SPD; CDU; LINKE; GRÜNE, UB, kurzzeitig die AfD haben/hatten dafür ein von der Stadt bezahltes Büro, eine bezahlte Stelle in Form eines Büroleiters. Wir haben das nicht – sind aber immerhin eine „Kommunalpolitische Analyse“ wert.)


Hier der SVZ-Analyst vom Dienst

42282195_1934600373265842_6727289545823354880_n

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s