Paulshöhe Erhalt ist günstiger als aktuelle Planung.

Vor wenigen Tagen erhielten wir die Antwort vom Innenministerium, der Rechtsaufsicht auf unsere Fragen, ob das Land sich in irgendeiner Form einen Erhalt der Paulshöhe vorstellen kann. In der Antwort vom Innenministerium hieß es unter anderem:

Das Gesamtkonzept zur Entwicklung des Fußballsports in Schwerin war in Verbindung mit dem Haushaltssicherungskonzept zudem die Grundlage für die in 2015 bis 2018 erteilte rechtsaufsichtliche Genehmigung von Krediten und   Verpflichtungsermächtigungen für Investitionsmaßnamen im Sportpark Lankow. Andernfalls hätten diese Genehmigungen aufgrund der weggefallenen dauernden
Leistungsfähigkeit der Landeshauptstadt Schwerin nicht erteilt werden können.

Mit dieser Aussage bestätigt das Innenministerium also, dass der Verkauf der Paulshöhe nötig ist, weil die Stadt „versprochen“ hat, dadurch die Fördermittel und die Ausgaben für den Sportpark Lankow „wieder rein zu holen“.

 

Warum dieses „wieder rein geholte Geld“ – zwar das Einhalten eines „Versprechens“ darstellt, am Ende aber mehr Kosten verursacht als Einnahmen produziert wollen wir hier erklären. Am Ende des Beitrages unser Vorschlag, wie Schwerin mehrere Millionen Euro durch einen Erhalt einsparen kann. Wir bitten euch und Sie um eine Antwort zu dieser, unseren Einschätzung. 

 

Kosten und bisherige Ausgaben

 

2,4 Millionen Euro sind insgesamt in das Projekt geflossen, 1,7 Millionen Euro stellte die Stadt zur Verfügung, 500 000 Euro spendierte das Land, 200 000 Euro brachte der FCM aus eigener Kraft auf. Rund 1,3 Millionen Euro investiert die Stadt in ein weiteres Funktionsgebäude im Sportpark Lankow. – Quelle: https://www.svz.de/17690526 ©2018

 

Der Verkauf der Paulshöhe soll je nach Quelle zwischen 2,7 bis zu 4 Millionen Euro in die Stadtkasse spülen. Diese Einnahmen sollen der Stadt dabei helfen den Schuldenabbau, der durch den Konsolidierungsvertrag vorgegeben ist, zu fördern.

 

 

In Schwerin wurde erst vor kurzem festgestellt, dass ein dringender Bedarf an Fußballplätzen besteht.  Der Wegfall der Paulshöhe soll deswegen durch verschiedene Maßnahmen kompensiert/ausgeglichen werden.

 

Um den Wegfall der Paulshöhe zu kompensieren hat die Stadt mehrere Maßnahmen ins Auge gefasst. Es soll ein weiterer Rasenplatz in Lankow entstehen. Es soll auf dem Lambrechtsgrund ein Rasenplatz uns Sanierung geben und es soll auf dem Großen Dreesch einen Ausbau des Platzes unterhalb des SVZ Gebäudes geben.

 

Kosten die Durch die Ausgleichsmaßnahmen, laut Aussage der Stadtverwaltung  entstehen:

  • Zusätzlicher Rasenplatz Lankow:  1,75 Millionen Euro
  • Rasenplatz Lambrechtsgrund: 1,1 Millionen Euro
  • Rasenplatz Sportplatz Großer Dreesch: 1,8 Millionen Euro
  • Gesamtkosten um den Wegfall der Paulshöhe zu kompensieren 4,65 Millionen Euro

 

Die Beträge sind bisher lediglich veranschlagt. Sie können natürlich noch steigen.

 

Der Sportpark Lankow hat also bisher 2,4 Millionen Euro gekostet. Die anderen drei Plätze – als Ersatz für die Paulshöhe herzurichten kosten also 4,65 Millionen Euro. Macht also eine Investitionssumme von rund 7 Millionen Euro.

 

Wenn die Stadt nun auf die 3 Ausgleichsmaßnahmen verzichten würde, beziehungsweise die Kosten enorm senken könnte, da Paulshöhe als Turnier fähiger Platz erhalten bleib  – die Paulshöhe erhalten würde, ließe sich für die Stadt bares Geld einsparen. Dies dürfte eigentlich im Sinne des Konsolidierungsvereinbarung sein.

 

Statt 3 Plätze zu sanieren – würde eine Sanierung des Kernplatzes im Paulshöhe lediglich 1/3 Kosten, falls die Stadt nicht sogar ohne Investitionskosten auskommt, sollte sie unseren unten gemachten Vorschlag folgen. So gesehen, würde durch einen Verzicht des Abrisses, die damit wegfallenden, zusätzlichen Kostenpunkte im Sportpark Lankow, Lambrechtsgrund und auf dem Großen Dreesch in der aktuell gesetzten Höhe unnötig machen.

 

Die Einnahmen die durch den Verkauf der Paulshöhe erwartet wurden, werden sich zudem spürbar nach unten bewegen, da die Kanuten und die Waldorfschule bereits Teile der Paulshöhe erhalten sollen. Die senkt natürlich die Einnahmen bei Verkauf. Das ursprüngliche Ziel – mit dem Verkauf der Paulshöhe, die Gelder für den Sportpark Lankow einzuholen – kann also nicht mehr gehalten werden.

 

Wir schlagen deswegen vor, den Platz auf der Paulshöhe (Kernplatz) zu erhalten. Dadurch sind die Investitionen in Ausgleichsmaßnahmen nicht mehr nötig. Ansonsten kann wie geplant mit der Bebauungsabsicht fortgefahren werden. Der vordere Sandplatz kann durch Kanuten und Waldorfschule wie angedacht genutzt, gekauft o.ä. werden. Das Areal rund um das alte Verwaltungsgebäude kann Investoren aus dem Wohnungsbaubereich angeboten werden. Der Turnierplatz, Kernplatz auf der Paulshöhe kann einem Trägerverein, den wir aus dem Bündnis der Erhalt-Befürworter heraus gründen können, zur Erbpacht angeboten werden. 

sybolisch.jpg
Ein Kompromiss – Ähnlich diesem, würde die Ersatzmaßnahmen in Höhe von fast 5 Millionen Euro unnötig machen.

 

Hier der aktuelle Plan der Stadt wie die Paulshöhe bebauen möchte:

https://paulshoehe.com/2018/08/17/das-ende-der-paulshoehe-wird-vorbereitet/

https://paulshoehe.com/2018/08/17/wie-die-stadt-die-oeffentlichkeit-beteiligen-moechte-ein-trauerspiel/

 

Wir werden diesen Beitrag an die Stadt, sowie das Innenministerium senden um um Einschätzung bitten.

 

Am Ende wäre dies zwar nicht der Erhalt der immer angestrebt wurde, aber der Kernplatz bliebe erhalten, die Kanuten wären berücksichtigt, die Waldorfschule bekäme Platz. Einzig die Wohnbebauungsinteressierten müssten mit etwas weniger Platz auskommen.

 

Am Ende ist diese Lösung etwas mit dem wir alle leben könnten.

 

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