Hintergrundinformation zum ASK-Eilantrag „Abrissstopp“ der Zehngeschosser in Lankow.

Die Aktion Stadt und Kulturschutz hat über den Stadtvertreter Karsten Jagau beim Verwaltungsgericht einen Antrag auf Baustopp der Zehngeschosser in Lankow gestellt. Folgende Hintergrundgedanken und -spekulativen“ Ansätze haben die ASK zu dem Schritt bewogen:

Herleitung/Hintergrund:

  1. Da die Wohnungen die abgerissen werden der WGS gehören, die laut dem „nicht öffentlichen“ Unternehmenskonzept (UEK) selbst sagt, dass Schwerin einen steigenden Bedarf an 1 und 2 Raum Wohnungen hat, ergibt ein Abriss keinen Sinn und widerspricht der eigenen Einschätzung der WGS.
  2. Ein Abriss von hunderten günstigen, kleinen Wohnungen in Lankow wird die Durchschnittsmiete im ganzem Stadtteil steigen lassen, was sich nachteilig auf den Mietspiegel auswirkt.
  3. Es werden drei Hochhäuser und später dann zwei weitere in der Rostocker Straße am Berliner Platz „fallen“. In dem „nicht öffentlichen“ Konzeptpapier wird an dieser Stelle ein großer Fehler sichtbar. Es werden vermutlich völlig falsche Angaben zu der Anzahl der betroffenen Wohnungen gemacht. Das „UEK“ schreibt in der Entwurfsfassung eine Anzahl an „abzureißenden“ Wohnungen, die in der Endfassung des „UEK“ deutliche Unterschiede in der Angabe der Wohneinheiten die abgerissen werden sollen.
  4. Das Unternehmensentwicklungskonzept (UEK) der WGS ist ein Grundlagenpapier für eine 50 Millionen Euro (Ausfall)Bürgschaft der Stadt Schwerin. die 50 Millionen müsste die Stadt zahlen, wenn die Rückzahlung durch die WGS ausbleibt.
  5. Dadurch das dieses „UEK“ der WGS Fehler enthalten könnte – was auch die Ansicht der ASK ist, könnt es passieren, das beteiligte Banken an der „Bonität“ und „Glaubwürdigkeit“ der WGS zweifeln und der Schweriner Steuerzahler am Ende blechen muss.
  6. Deswegen hat ASK Stadtvertreter Karsten Jagau einen Baustopp beantragt.

 

Gibt es Alternativen zum Abriss?

 

  1. Ja. Es gibt laut einigen Architekten, die sich untere anderen den Erhalt des Gebäudes der ehemaligen Volksschwimmhalle auf die Fahne schreiben können, drei Interessenten, die bereit wären in die Zehngeschosser zu investieren.
  2. Die beteiligten Architekten haben bereits mit der WGS, dem Baudezernenten und dem Aufsichtsrat der WGS gesprochen.
  3. Die WGS, das Baudezernat sowie der Aufsichtsrat haben die Aufnahme von Gesprächen abgelehnt. Grund das vermutlich fehlerhafte „UEK“ der WGS – das eben den Abriss vorsieht.
  4. Es sollte den 3 Investoren / Interessenten die Chance eingeräumt werden ihre Ideen einzubringen.

 

Weitere Interessante Hintergründe:

  1. Bundesweit wird bei größeren Wohnungsunternehmen gesagt, dass 7 % Leerstand vernünftig sind. Dies würde eine gesunde „Fluktuation“ beziehungsweise „Mieterbewegung“ garantieren.  Laut dem „UEK“ der WGS fällt der Leerstand der WGS nach Umsetzung aller Maßnahmen auf knapp 3 %.
  2. Die WGS ist mit über 260.000.000 € verschuldet. Somit hat die WGS mehr Schulden als die Stadt Schwerin (rund 220.000.000 €).
  3. Es gab einen Stadtvertreterbeschluss der vorsieht, dass die WGS Zehntausend (10.000) Wohnungen behalten soll. Diesem Beschluss ist der Aufsichtsrat der WGS gefolgt. Es ist also beschlossene Sache 10.000 Wohnungen bei der WGS zu halten.
  4. Das „UEK“ also das WGS Konzept macht aber widersprüchliche Angaben zum Wohnungsbestand, der abgerissen bzw am Ende bis 2025 verkauft werden soll. Die ASK, vertreten durch Stadtvertreter Karsten Jagau befürchtet, dass durch die Unstimmigkeiten die festgesetzte Zahl von 10.000 unterschritten wird.
  5. Der Oberbürgermeister als Verwaltungschef ist verpflichtet Stadtvertreterbeschlüssen, die das „Allgemeinwohl“ gefährden zu widersprechen. Als Verwaltungschef muss dem Oberbürgermeister bekannt sein, dass die WGS eventuell falsche Zahlen angegeben haben könnte. Dadurch hat der Oberbürgermeister es vielleicht versäumt den Widerspruch zu erheben, als die Stadtvertreter – einzig mit der Gegenstimme des ASK Stadtvertreter Karsten Jagau – beschlossen hat die 50.000.000 Ausfallbürgschaft aufzunehmen, beziehungsweise, das gegen den 10.000er Beschluss verstoßen werden könnte.

 

Deswegen hält die ASK an den Eilantrag für einen Abrissstopp fest. Es ist Aufgabe eines Stadtvertreters die Stadtverwaltung zu kontrollieren. Es ist Aufgabe einer Opposition die Fragen zu stellen, die unangenehm sind. Sollte der Abriss aller geplanten Gebäude eine Gefahr der städtischen WGS und eine  Steuermittelverwendung darstellen -muss nachgefragt werden. Diese Aufgabe erfüllen wir und wir wollen über den Eilantrag die entsprechenden Antworten.

 

dsc_0920
Bildquelle: WGS – https://www.wgs-schwerin.de/news/bagger-knabbert-hochhaeuser-ab

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s