#Mecklenburgisches Staatstheater! Eingriff in grundlegende Freiheits-, Kunst-, und Meinungsrechte.

Dieser Beitrag wird fortlaufend an den aktuellen Stand angepasst.

Wir fordern umgehend Stellungnahme des Intendanten, des Aufsichtsrates und eine „Aktuelle Stunde“ im Stadtparlament.

Aufgebaut auf der SVZ- Glosse vom 20. Januar 2018:

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(Schwerin, 22. Januar 2018 – Update: 13:57

SPEKULATION

Seit 1. August 2017 steht das Mecklenburgischen Staatstheater unter der Führung des Generalintendanten Lars Tietje. Dieser hat sich nun für einen Sponsor, der einen großen Teil des jährlichen „Theaterball“ finanziert, in mehr als fragwürdiger Weise eingesetzt. Der Generalintendant seinen Mitarbeitern gedroht, dass er politische Meinungsäußerungen nicht dulden werde!

Vorgeschichte: Im vergangenem Jahr (2017) soll es laut Aussage eines Insiders der Theaterszene einen Vorfall eines Schauspielers gegeben haben, während der es eine politische Bemerkung zu Nestle und deren „Firmenphilosophie“ gab. Dies kam seinerzeit bei Nestle alles andere als gut an. Dies soll dazu geführt haben, das Nestle`als Sponsor abspringen wollte. Eine weitere Finanzierung der „Exklusiv-Veranstaltung“ an der regelmäßig auch Bundes- und Landesminister sowie die „Creme`de la creme“ der Wirtschaft teilnehmen, war wohl an Bedingungen geknüpft.

Aktuell: (Stand 22. Januar 218) Aktueller Recherchestand.

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Die Email des Generalintendanten.

Nestle als Sponsor diktiert die Regeln!

Diesen Wegfall des Sponsors wollte der Generalintendant anscheinend nicht riskieren. Ist doch das Mecklenburgische Staatstheater derzeit alles andere als finanziell gut aufgestellt. In der Email sagt er das es mit Schwierigkeiten verbunden war das … wieder gerade zu biegen. Dadurch jederzeit durch Landespolitik und Fördermittelverträge an eine „kooperativen“ Verhaltensweise gebunden. Auf einen solch zahlungskräftigen Sponsor kann das Theater bei Durchführungen von Veranstaltungen wie einen „Theaterball“ nicht verzichten, da sonst die vom Land MV und der Stadt getragene Theaterlandschaft zusammenbrechen würde.

Deswegen gab es anscheinend die Zusage des Generalintendanten, dass sich derartiges nicht wiederholen wird. Der Druck von Sponsoren, höchstwahrscheinlich Nestle, hat Generalintendant Lars Tietje wohl dazu bewogen, eine laut Aussage des „Insiders“,diese mehr als fragwürdige Email zu verfassen und absolut bereitwillig in die Grundrechte der Kunst und Meinungsäußerung einzugreifen. Dies ist unserer Meinung nach ein direkter Angriff auf die Meinungsfreiheit, sowie die Freiheit der Kunst und der Kultur – die laut Grundgesetz jeder und jedem Menschen als unantastbares Grundrecht zusteht.

Theaterchef Lars Tietje schrieb nach Aussage mehrerer Quellen, in einer Email an Angestellte des Theaters sinngemäß, dass er es unter Hausrecht untersage, eigenmächtige politische Äußerungen zu tätigen und drohte auf Grundlage von arbeitsvertraglichen Pflichten – dass er jene nicht „dulden“ werde.

Der Sponsor der hier hinter der ganzen Angelegenheit steckt, soll laut Aussage mehrerer Theaterkenner Nestle sein. Dies soll explizit im Bezug des Nestle`Sponsorings – als Sponsor des „Theaterballs“ geschehen sein. Ob es Nestle war, die hier den Druck aufbauten, soll die Schweriner Stadtvertretung klären.

ASK/Piraten Stadtvertreter Karsten Jagau sagt dazu: „Theater, Kunst und Kritik an vorherrschenden Situationen sind seit jeher Kern einer jeden Aufführung. Ob nun Goethe, Schiller, oder Lessing, Bach oder moderne Aufführungen. Immer und jederzeit haben Künstler, Musiker, Schauspieler das Recht bestehende Missstände und Ungereimtheiten anzusprechen. Gerade von einem Theater wie dem Mecklenburgischen Staatstheater, dass selbst zu Zeiten der DDR kritisch hinterfragte, erwartet ich dass niemand auf Druck irgendwelcher Sponsoren, gerade von umstrittenen Unternehmen wie Nestle, einer Erpressung klein beigibt. Das der Generalintendant auf diese Erpressung eingegangen ist, seinen Mitarbeitern einen Maulkorb verpasst, ist nicht hinnehmbar und darf nicht ohne Reaktion bleiben.

Forderungen der ASK!

Deswegen bittet die Aktion Stadt und Kulturschutz die Fraktionen in der Schweriner Stadtvertretung eine „Aktuelle Stunde“ auf der kommenden Sitzung der Stadtvertretung einzuberufen.

Des weiteren fordern wir den Generalintendanten des Mecklenburgischen Staatstheaters auf, Stellung zu beziehen. Weiter fordern wir eine deutliche Kritik von Seiten des Aufsichtsrates, dem beispielsweise die Vizepräsidentin der Schweriner Stadtvertretung angehört. Wir freuen uns das die Linke einen Dringlichkeits Antrag gestellt hat. Die Sitzung kann am kommenden Montag auf www.schwerin.de/stream live und in Echtzeit verfolgt werden.

Kultur-, Kunst-, und Meinungsfreiheit sind oberstes Gebot!

UPDATE

Noch in der Nacht reagierte der Generalintendant mit folgenden Worten: „Hallo… ihre „Pressemitteilung“ ist voller Fehler, falscher Zitate und Unwahrheiten. Überlegen Sie sich, ob Sie das trotzdem verwenden möchten. Herzliche Grüße … Lars Tietje“ –

Inzwischen liegt uns die Email vor und wir haben diesen Beitrag wie angekündigt entsprechend ergänzt.

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2 Gedanken zu “#Mecklenburgisches Staatstheater! Eingriff in grundlegende Freiheits-, Kunst-, und Meinungsrechte.”

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