Neues Fußballentwicklungskonzept ist nicht tragbar – Offenbart allerdings rein finanzielles Interesse am Verkauf der Paulshöhe.

Die Stadtverwaltung Schwerins hat sich überschlagen. Sie hat ein neues Fußballentwicklungskonzept auf dem Weg gebracht. Immerhin – so kann man meinen.

Die SVZ – Zeitung für die Landeshauptstadt – hatte sich Anfang der Woche die Mühe gemacht beim Thema Sportstättenplanung „Licht“ ins Dunkle zu bringen.

Hier der Artikel.

Wer geklickt hat ist natürlich auf einen viel älteren Artikel gelandet, in dem sich die SVZ noch positiv zur Paulshöhe geäussert hatte… die Zeiten sind anscheinend leider vorbei.

 

Hier nun der wirkliche Artikel von Anfang der Woche:

(klick ma hier)

Ansonsten hier der SVZ Artikel im Wortlaut (bei „Lesefaulheit“ scrollen bis zur roten Linie).

In den vergangenen sechs Jahren sind 14 zusätzliche Fußballmannschaften in der Landeshauptstadt in den Spielbetrieb eingestiegen. Hinzu kommen die fast 300 Freizeit-Kicker, die in neun Fußballabteilungen unterschiedlicher Sportvereine aktiv sind. Angesichts dieser „sehr positiven Entwicklung“, wie es Sportdezernent Andreas Ruhl gegenüber den Stadtvertretern ausdrückte, war es notwendig, das Fußball-Konzept von 2010 an die aktuellen Erfordernisse anzupassen. Und da gibt es durchaus einige Überraschungen: Die Sportanlagen in Görries sollen erhalten werden. Dadurch könnte auf den Neubau weiterer Plätze verzichtet werden. Dieser Vorschlag weicht von der bisherigen Konzeption ab und ist dem gestiegenen Bedarf geschuldet.

Der ursprünglich im Sportpark Lankow geplante zusätzliche Kunstrasenplatz soll nach neuen Planungen dagegen im Lambrechtsgrund gebaut werden. Das Stadion Lambrechtsgrund ist aktuell durch den Unterricht Fußball bereits überlastet. Ein Kunstrasenplatz hinter dem Sportinternat würde eine erhebliche Entlastung des Stadions und der allgemeinen Hallensituation bedeuten. Des Weiteren soll dieser Platz als Trainings- und Wettkampfstätte für den Mädchen- und Frauenfußball dienen.

Im Sportpark Lankow wird durch den Bau von zwei Gebäuden gerade die Infrastruktur verbessert. Das Funktionsgebäude des FC Mecklenburg Schwerin wird voraussichtlich noch in diesem Monat und das zweite Funktionsgebäude im November fertig werden. Letzteres errichtet die Stadt. Am Standort befinden sich derzeit drei Kunstrasenplätze und ein Naturrasenspielfeld. Ein weiterer Rasenplatz ist geplant.

Eine Schließung der beiden Sportplätze auf der Paulshöhe wird es erst geben, wenn der zusätzliche Lankower Platz bespielbar ist. Der Trainings- und Wettkampfbetrieb auf der Paulshöhe wird vom kommenden Jahr mit den Räumen im Flachbau im Eingangsbereich sichergestellt. Das dreigeschossige Funktionsgebäude soll zu diesem Zeitpunkt von allen Versorgungsleitungen getrennt werden, um Bewirtschaftungskosten zu sparen. Die Schließung und Veräußerung der Flächen war 2014 vom Beratenden Beauftragten des Innenministeriums als Maßnahme zum Schuldenabbau gefordert worden.

Wenn auf der Paulshöhe nicht mehr gekickt wird, soll der Sportplatz auf dem Großer Dreesch neben dem SVZ-Verlagshaus als dann einzig verbliebener Fußballplatz im Süden der Landeshauptstadt als Kunstrasenplatz aufgewertet werden. Dadurch wird der jetzt schon bestehenden Überbelastung des Platzes und des Zuzugs in den Stadtteilen Großer Dreesch, Neu Zippendorf und Mueßer Holz Rechnung getragen.

Der Sportplatz Krösnitz steht für Fußball bereits nicht mehr zur Verfügung. Entsprechend der von der Stadtvertretung beschlossenen Nachnutzungskonzeption wurden hier Sportvereine für Baseball und Motocross angesiedelt, die die Anlagen eigenverantwortlich bewirtschaften.

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Im Sinne des allgemeinen Fußballsportes Schwerins teilen wir zum größten Teil die Ansichten des CDU Stadtvertreters Georg Kleingeld… hehe – Sorry – Georg Kleinfeld… (Das war aber auch gemein) 😀

Zitat Georg Kleinfeld (CDU):

GÖRRIES: Auch wenn der Komplex eine ungünstige Lage/Anbindung hat, ist er ideal als Nachwuchszentrum für den Leistungsfußball. Da das Areal nicht gänzlich der Stadt gehört, wäre es sinnvoll, hier auf der städtischen Liegenschaft eine nachhaltige ganzjährliche Nutzung durch einen Kunstrasenplatz zu errichten.

LANKOW: gut Ding will Weile haben, aber hier ist vieles sehr gut, wenn alle Planungen umgesetzt sind.

KRÖSNITZ: ist vom Tisch und das schon lange. (Der Antrag der AfD in der Stadtvertretung entbehrt daher jeglicher Grundlage und ist nur Propaganda)

LAMBRECHTSGRUND: Perfekte Entscheidung! 👍🏿 Hier wurde viel saniert und es ist nur konsequent, dem Fußball hier auch die besten Möglichkeiten zu geben und das Stadion zu schonen. Besonders freut es mich, dass der FSV SCHWERIN endlich eine Heimstädte erhält.

GROSSER DREESCH: In meinen Augen keine sinnvolle Investition, hier einen KuRa zu errichten. Man würde dadurch nur einen Platz überbauen, der während der Bauphase nicht nutzbar wäre. Diese Sportstätte könnte man eher schließen und …

PAULSHÖHE: … erweitern. Für mich ja ein Herzensthema. Fakt ist, dass die Sportstätte in ihrer Gesamtheit unwirtschaftlich ist und den Ansprüchen des heutigen Fussballbetriebes nicht gerecht werden kann. Der Abriss/Stilllegung des maroden Funktionsgebäudes ist folgerichtig. Aber ja, die Sportstädte hat Tradition. Auch wenn mir am Ende des Tages Sport wichtiger ist als die Tradition, wäre ich erfreut, wenn beides möglich ist. Nachhaltig wäre es daher, neben dem ehrwürdigen Stadion auf dem jetzigen Turf den Kunstrasen zu errichten, der auf dem Dreesch geplant ist. Warum nicht hier einen Komplex errichten für Burgsee, Turbine, Dynamo und auch Freizeitsportler? Eine Funktionsfläche für die Wassersportler wäre ebenfalls denkbar.

NEUMÜHLE: Tja, da muss endlich etwas geschehen. Zwar sind die Masten neu und der Rasen ist immer noch eine Buckelpiste. Der Neumühler SV 1946 e.V. hat zahlreiche Mannschaften und Spielgemeinschaften im Jugendbereich. Eine Sanierung des Rasenplatzes und der Anbau eines kleines Trainingskunstrasenplatzes wie in Warin wären die sinnvollen Maßnahmen.

Wir finden die Ansätze Klasse.

Stellen aber folgende Fragen:

  1. Weswegen muss die Paulshöhe nach den neuen – noch nicht beschlossenen Konzept – fallen?
  2. Paulshöhe liegt in der offiziellen Pufferzone des Weltkulturerbe, wieso wagt man es immernoch überhaupt an einen Abriss zu denken?
  3. Meint die Verwaltung tatsächlich, das ein „sorry“ 0815 – Sportplatz beim SVZ Gebäude die Paulshöhe kompensieren kann?
  4. Wieso soll das Gelände, das 100 Jahre „uns allen“ gehört hat verkauft werden?
  5. Kann der Innenminister hier den Konsolidierungsvertrag nicht lockern?

Weitere Fragen folgen…

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