Mindestens 50.000 € Steuergeld für jeden Arbeitplatz bei Nestlé & Co. 

Wenn Geld in Menschen und die Zukunft investiert wird, klingt das im Grunde gar nicht schlecht, doch wie viel Steuergeld  darf ein Arbeitsplatz wert sein? Und wie viel Geld muss man Millionenschweren Multikonzernen überhaupt geben? Wenn die Wirtschaft anscheinend wichtiger ist als Soziales und Nachhaltigkeit, sind Sie in MV 😉

Die ASK for der Investitionen in die marode Infrastruktur statt in Konzerne, die das Geld nicht brauchen.

Die SVZ schreibt in ihrer Ausgabe vom 29. Februar in einer Randnotiz, dass in dem Schweriner Industriepark, wo sicher Nestlé und Co angesiedelt haben, bis dato rund 50.000.000 € ( 50 Millionen) Steuergelder investiert wurden.

Inklusive der neuen Ansiedlung eines Blech-Unternehmens, arbeiten dann vorraussichtlich 1000 Menschen vor Ort weit über 4/5 dann knapp über dem Mindestlohn.

Eine einfache Rechnung legt dar, dass also durchschnittlich 50.000 €, also weit über das dreifache eines Nestle-Werksarbeiters, in jeden einzelnen Arbeitsplatz investiert wurden. Auch andere angesiedelte Unternehmen haben sich von Steuergeldern indierekt fleißig für einige Jahre die Arbeitskräfte finanzieren lassen.

Unternehmen, die Milliarden an Umsätze machen, werden also gefördert.
Hier sollte ein Umdenken stattfinden. Es kann nicht Nachhaltig sein, überproportuonal die private Wirtschaft Multinationaler Konzerne zu subventionieren.

Wegen vergleichsweiser Kleinstbeträge wäre in Schwerin beispielsweise fast die Schuldnerberatung geschlossen worden. 

Wegen vergleichsweise niedrigen Beträgen bekommen Mecklenburg Vorpommern Straßen Schlaglöcher die Gedeihen und so langsam jede Geschwindigkeitsbegrenzung überflüssig machen, da man eh nur noch im Schneckentempo durch die Hügelpisten kommt.

Auch die  Jugendsozialarbeit muss um jede Stelle zittern. Gerade hier muss investiert werden. Hier würden sich schon 10.000 € pro Arbeitsplatz und Jahr zusätzlich mehr als  lohnen. 

Ein Landesprogramm für dringend benötigten sozialen Wohnungsbau fehlt gänzlich. Die Mieten in den auf polierten Innenstädten sind für 2/3 der auch bei Nestlé und Co. arbeitenden Bevölkerung kaum noch erschwinglich, und stadteigene Wohnungsgesellschaften verkaufen mehr und mehr Wohnungen an Private Miethaie.

Wem hat man im Industriegebiet eigentlich derartige Geldsummen gegeben? Existenzgründern? Innovativen, nachhaltigen Unternehmen? 

Nein. Keines der angesiedelten und überproportional geförderten Unternehmen nagt am Hungertuch. Eher produziert eines der Unternehmen für die Umwelt schädlichen Müll. Deutschlandweit wird beispielsweise gegen den Nestle – Kaffekapselwahn mobil gemacht, aber in Schwerin wurden Steuergelder in Millionenhöhe in die Ansiedlung investiert.

Wann wurde das letzte Mal so konzentriert in Bildung investiert? 

Wie wäre es mit 50.000.000 für Unternehmen und Projekte gewesen, die das soziale Miteinander fördern, Innovationen und Nachhaltigkeit in den Fokus stellen? 
Die Millionen Steuergeld sind an dieser Stelle eine Farce. 
Die Aktion Stadt und Kulturschutz wird weiterhin kritisch die Unternehmens Ansiedlungen im Auge behalten. Es kann doch nicht bei dieser einseitigen Fokussierung auf „Wirtschaft“ bleiben. Das hat schon in den 90ern und 2000ern nicht funktioniert. Und wird auch in den 2010ern/2020ern nicht funktionieren. 

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