Thema: Jobcenter – Was tun bei Sanktionen und Notfällen?

In Schwerin leben nicht gerade wenige Menschen von Hartz IV. Viele Menschen sind sogar trotz Arbeit auf Leistungen nach SGB II angewiesen.

Gerade bei Alleinerziehenden, oder durch Notlagen oder aufgrund familiärer Probleme kann es zu Versäumnissen kommen, die für Hartz IV Empfänger Sanktionen und somit lebensbedrohliche Situationen zur Folge haben können.

Doch was tun bei angedrohten oder durchgeführten Sanktionen?

 

  1. Unbedingt das Gespräch mit dem Sachbearbeiter suchen! Auch wenn es für manch einen Überwindung bedeutet. Ein klärendes Gespräch, in dem die Gründe dargelegt werden, kann in wenigen Fällen bereits helfen. Egal was vorgefallen ist. Der Sachbearbeiter ist auch ein Mensch.
  2. Wenn dies keine Besserung bringt, meldet euch beim sogenannten „Kundenreaktionsmanagement“ die Kontaktdaten, beziehungsweise das Kontaktformular findet ihr hier.
  3. Wenn auch hierdurch keine Verbesserung eintritt, schreibt einen einfachen Text an das Jobcenter Schwerin. Sagt, dass ihr der Sanktion widersprecht. Quasi: „Hiermit widerspreche ich… BG Nr…. der angedrohten/Sanktion … in dem Schreiben vom (Datum). Fügt eure Begründung bei und sendet es in Schwerin an:

Jobcenter Schwerin – Am Margaretenhof 14-16
19057 Schwerin

4. Somit ist euer Widerspruch aktenkundig.

5. Wendet euch an einen Rechtsanwalt oder nutzt die Hilfe ehrenamtlicher Dienstleister, die seit Jahren Erfahrung mit dem Thema haben. In Schwerin gibt es seit einigen Monaten unter anderem folgendes Angebot der Projektwerkstatt „Bunte Q“ Schwerin (y)  (hier klicken). Wer kann, kann ja trotz des wenigen Geldes eine kleine Spende für die Raummiete da lassen.

6. Klagt. Es ist das gute Recht eines jeden Schweriners, einer jeden Schwerinerin sein/ihr Recht einzuklagen. Der Klageweg kann lange dauern. Aktuell liegen die Bearbeitungszeiträume bei über 2 Jahren. Dennoch sollte jeder Fall, der ungerechtfertigt ist, zur Klage gebracht werden, da dadurch Urteile entstehen können, die dann später anderen helfen können.

7. In ganz gravierenden Fällen lohnt es sich unter Umständen die lokalen Nachrichten-Plattformen anzuschreiben.

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Wie überleben bei Sanktionen?

leider gibt es keine „Solidarkasse“ in Schwerin, die euch hilft finanziell über die Runden zu kommen. hier kann leider nur auf die Schweriner Tafel hingewiesen werden, die leider auch an der Grenze zur Belastbarkeit steht. Facebook Gruppen wie diese, können allerdings eine kleine, zusätzliche Hilfe darstellen, beschreibt dort euer Problem und vielleicht findet ihr gute Menschen die euch unterstützen.

In absoluten Notfällen! Meldet euch bei Freunden, Familienmitgliedern und Bekannten. 

 

***Die Aktion Stadt und Kulturschutz ist gegen jede Form einer Sanktionierung***

Es gibt viele starke Initiativen und viele gute Plattformen um auch im Alltag gegen Hartz IV aktiv zu werden. Hier ist eine davon.

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