Über die Kurzdokumentation: „Der Hexenreport“

„Der Hexenreport“ ist eine Kurzdokumentation des Regionalsenders TV Schwerin vom Mai 2016. In der Kurzdokumentation geht es um den Autor und Historiker Peter Schneider und seine Ergebnisse zu den Rechercheren zu Hexenprozessen in Mecklenburg Vorpommern im Mittelalter bis zum Jahr 1700. Video: 

Hintergründe:

Zu Beginn wird die berufliche Biographie von Autor Peter Schneider angerissen. Er war seit seiner frühen Jugend an historischen Themen interessiert und zuletzt, vor seiner Karriere als Autor, wurde er Leiter des stadtgeschichtlichen Museums in Schwerin.

Während seiner Arbeit im Museum fokusierte sich seine Arbeit zunehmend auf die ungerechte und unmenschliche Folterung und Ermordung von als Hexen verurteilter. 1996 brachte er dann sein Buch „Hexenwahn“ auf den Markt. Die Erstauflage ist inzwischen nicht mehr käuflich erwerbbar.

Nach 1996 kam dann nahezu zwanzig Jahre kein neuer Impuls in das Thema. Zur 850 Jahrfeier der Landeshauptstadt Schwerin (2010) wurde zwar einer der Umzugswagen zum Thema Hexenprozesse gestaltet, die Aufmerksamkeit für das Thema steigerte sich leider nur gering.

Es blieb ruhig. Bis ein Stadtvertreter der „Aktion Stadt und Kulturschutz“, der sich seit Jahren über das Fehlen eines stadtgeschichtlichen Museum (dies wurde Anfang der 2000`er geschlossen) sich überlegte, wie man die Debatte zu Stadtgeschichte neu eröffnen könne. In seinen Recherchen stieß er auf das Buch „Hexenwahn“… Und so endet eigentlich die Geschichte. Der Einzelstadtvertreter stellte medienwirksam einen Antrag auf Rehabilitierung der Verfolgten der Hexenprozesse in Schwerin und der Stein geriet in Rollen.

Durch die öffentliche Berichterstattung meldete sich ein Professor aus Unna, der sich aufgrund seiner Arbeit als Dozent mit dem Thema Hexenprozesse beschäftigt hatte, und gab telefonisch Peter Schneider Kenntnis von bislang 50 weiteren Fällen, in denen Hexer und Hexen in Schwerin vor Gericht standen.

Peter Schneider kontaktierte den Stadtvertreter Ralph Martini (ASK) – und die zweite, stark ergänzte Auflage des Buches „Hexenwahn“ wurde gedruckt. Der Antrag auf Rehabilitierung ging „wie durch ein Wunder“ durch die Schweriner Stadtvertretung.

Zum Schluss hier das Video. Die Rechte liegen vollständig beim produzierenden Sender TV Schwerin.

 

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